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  • April, 2009
  • Firefox kann endlich wieder Feeds direkt in den Akregator abonnieren

    Leicht genervt musste ich nach dem letzten Update des Firefox feststellen, dass er das Abonnieren wieder nicht mehr konnte. Zunächst dachte ich es läge an der Version, probierte dann einiges aus, suchte auch nach Lösungen, aber erst einmal wollte es einfach nicht klappen. Vor kurzem fiel mir das Problem wieder auf, und ich bin genervt, denn ich abonniere immer mal testweise Feeds in ein eigenes Verzeichnis, um später zu entscheiden, was ich damit tun möchte. Inzwischen gab's bereits die 3.0.9 da lohnte sich mal wieder ein Versuch. Nach gefühlten drei Tagen übersetzen (ich brauche das bin für meine Testvariante des Firefox 2), war das Ding dann drauf. Probiert und nö, geht wieder nicht. Ich hasse es, und ging also nochmal auf die Suche. Bei so Kram habe ich ein extrem schlechtes Gedächtnis und stolperte zuerst über die eigenen Beiträge hier aus dem Blog zu diesem Thema, ein bisschen langweilig. An den vielen schon besuchten Links in Google zeigte sich, dass ich wohl vor nicht allzu langer Zeit schon einmal gesucht habe. Die Richtung war also unsinnig, denn da war wohl nichts Neues dabei. Eher spaßhalber habe ich mal die Fehlerkonsole eingeschaltet, denn in die üblichen Logs schrieb der Guteste ja nicht. Ups, bei jedem Versuch zu abonnieren gab es in der JS-Fehlerkonsole eine Fehlermeldung. Nun, ich hatte damit gar nicht gerechnet, aber das war eine neue Idee, nach genau dieser Datei zu suchen: /usr/lib/mozilla-firefox/components/FeedConverter.js Tatsächlich fand sich ein Thread aus einer Debian-Gruppe, in dem beschrieben wird, wie sich die vier bestehenden Zeilen ab Zeile 412 so ändern lassen, dass es wieder klappt, statt:
    var ss =
    Cc["@mozilla.org/browser/shell-service;1"].
    getService(Ci.nsIShellService);
    ss.openApplicationWithURI(clientApp, spec);
    wird das Ganze etwas verpackt:
    try {
    var ss =
    Cc["@mozilla.org/browser/shell-service;1"].
    getService(Ci.nsIShellService);
    try { ss.openApplicationWithURI(clientApp, spec); } catch(e) {}
    } catch(e) {
    var p =
    Cc["@mozilla.org/process/util;1"].
    createInstance(Ci.nsIProcess);
    p.init(clientApp);
    try { p.run(false, [spec], 1); } catch(e) {}
    }
    und schon klappt es wieder mit dem Abonnieren von Feeds direkt aus Firefox rein in den Akregator! :-)
  • Hilfreiche Fehlermeldungen und plattformunabhängige Lösungen

    Auf uteles Blog habe ich grad ganz ausführlich beschrieben, wie es geht zwei Jahre zu brauchen, um sich bei Elster Online zu registrieren. Aus meiner Sicht wurden bei der Idee von Elster von Anfang an gravierende Fehler gemacht. Der erste dicke Fehler war eine Windows-Software zu erstellen und auf die Idee zu kommen, verpflichtend elektronische Abgaben mancher Meldungen zu fordern. Ich verstehe ja, dass die Entscheidungsbefugten nicht wussten, dass es mehr als ein Betriebssystem gibt, wie es jedoch bei solch einem großen Projekt passieren kann, dass auch die Berater aus der IT nicht darauf aufmerksam machen ist mir schleierhaft. Nachdem das schief gegangen war, kam die Idee mit Elster Online und dieses Mal sollte es plattformunabhängig werden. Leider klappte das zunächst ebenso wenig, wie bei der normalen Elsterlösung, denn getestet worden war wohl wieder nur auf Windows. Ich musste zunächst einiges speziell anpassen, um wenigstens bis zum Registrierungsformular zu kommen.

    Überflüssige Ärgernisse

    • Warum muss die Java Runtime das Original von Sun sein?
    • Wozu soll es gut sein, dass die Elster meint, sie wisse besser als die Nutzer in welcher Größe diese ihr Fenster haben möchten?
    • Was bitte soll ein System, indem nur bestimmte Eingaben zulässig sind?
      • 0-Eingaben sind nicht möglich [inzwischen steht bereits bei den Eingabehinweisen, dass 0-Werte nicht möglich sind]
      • die Zahlenwerte mussten ursprünglich mit Dezimalpunkt statt Komma eingegeben werden, jedoch ohne darauf hinzuweisen
      • gültig ist irgendein Bescheid des Finanzamts bei geänderten Bescheiden weiß niemand (weder die Hotline noch das örtliche Finanzamt) welcher Wert erwartet wird

    Fehlermeldungen oder eben nicht

    Falls die von Ihnen eingetragenen Berechtigungsdaten von den Daten der Finanzverwaltung abweichen, wird Ihnen kein Aktivierungs-Code zugestellt und Schritt 1 der Registrierung muss wiederholt werden. Aus Sicherheitsgründen wird in diesem Fall keine Fehlermeldung angezeigt.
    Na bravo! Keine Fehlermeldung ist eine blendende Idee. Bei den ersten Versuchen führte das dazu, dass ich mindestens die zwei Wochen nach einem Versuch abwarten musste, bevor ich nachfragen konnte, ob es geklappt hatte. Inzwischen geht das per Mail innerhalb von zwei Tagen... ;-)

    Fehlende Kompetenz des Supports

    Inzwischen gibt es wohl auch bei den örtlichen Finanzämtern Menschen, denen jemand erklärt hat, wie die Software funktioniert, von der das Amt erwartet, dass in teils verpflichtend genutzt wird. Anfangs gab es das gar nicht, vom örtlichen Finanzamt bekam ich Hinweise wie:
    Meine Registrierung habe einen Fehler bei der Sicherheitsfrage, daher könne ich gar keinen Postcode bekommen.
    Die Sicherheitsfrage gibt man bei der Registrierung nur an, sie kann noch gar nicht falsch sein, weil nicht danach gefragt wird.
    Es sei besser ich registriere mich nicht, weil sonst mein Rechner nicht kaputt gehen darf, da die Registrierung an den genutzten Rechner gebunden sei.
    Es erschien mir sehr unwahrscheinlich, dass ein Zertifikat tatsächlich an die MAC-Adresse des Rechners gebunden sein könnte, aber wer weiß. Nun die Hotline erklärte mir, ich hätte komische Ideen. Nun ja, von mir war die Idee ja nun nicht... ;-)
    Ich könne doch die CD bei ihnen abholen, wenn das Internet nicht geht.
    Ich muss nicht erwähnen, dass ich der Dame gerade erklärt hatte, dass ich mich online registrieren muss, weil mein Betriebssystem nicht unterstützt wird, also ich habe kein Windows...

    Benutzbare Software sollte benutzerfreundlich sein (Usability)

    Klar weiß ich, dass es schwer ist, Software so zu erstellen, dass sie intuitiv und einfach zu nutzen ist. Es ist auch zusätzlicher Aufwand Fehlermeldungen zu erzeugen, die mehr aussagen als "Falsche Eingabe" zu vermelden, alle Eingaben zu löschen und es dem Nutzer zu überlassen, auszuprobieren, was nun wohl falsch war. Darüberhinaus wachsen kompetente Ansprechpartner nicht auf Bäumen, sie fallen auch nicht einfach so vom Himmel, sondern müssen halt geschult werden. Leider sind das all die Punkte, die Laien in diesem Gebiet zunächst nicht sehen. Wer nicht aus dem Fachgebiet der Softwareerstellung kommt, für den oder die ist es schwierig zwischen Softwareangebote zu unterscheiden, die an solche Kleinigkeiten denken oder eben nicht. Die Schwierigkeit taucht auch nicht nur bei solchen Großprojekten auf, sondern die gibt es heute auf fast jeder Website. Denn zumindest ein Kontaktformular gibt es fast immer, solange alles klappt oder keiner es testet, sehen Kontaktformulare recht identisch aus. Wenn man jedoch mal ausprobiert, was bei bewußten Falschangaben oder fehlenden Informationen so ausgegeben wird oder auch nicht, dann sind die Unterschiede riesig.
  • Pingbacks und Trackbacks ::: Serendipity und WordPress ::: Blogsoftware

    Bei Trackbacks und Pingbacks hatte ich angenommen, dass jede Blogsoftware damit auf dieselbe Art umgeht. Ich setze in einem Artikel einen Link und automatisch wird von WordPress ein Trackback zu dem verlinkten Blog gesetzt. Das klappt meist mit WordPress, und ab und zu auch mit Serendipity, aber leider nicht immer. Mit anderer Blogsoftware hatte ich das Problem noch nicht, da habe ich zumindest bewußt noch keinen Link zu einem Blog gesetzt.

    Pingbacks und Trackbacks von WP zu S9y klappen nicht immer

    Auch umgekehrt also von Serendipity zu WordPress klappen Pingbacks und Trackbacks leider nicht zuverlässig. Zuletzt habe ich von utele.eu aus einen Link zu einem Beitrag von onli gesetzt, er bemerkte es wohl, weil er den Beitrag las, aber nicht weil der Pingback ankam. Andererseits habe ich schon das ein oder andere Mal auf Oliver Gassner oder Dirk Deimeke, die ebenfalls mit Serendipity arbeiten verlinkt, und es klappte. Zuletzt klappte es bei Dirk, ebenfalls von uteles Blog aus, jedoch von einem anderen Artikel. Zumindest bei Dirk werden jedoch Pingbacks immer wieder gelistet, sprich ändere ich an dem Beitrag ein Komma und aktualisiere so sendet WordPress den Pingback wohl erneut. WordPress selbst listet Pingbacks nicht erneut, bei Serendipity müssen diese jedoch von Hand wieder gelöscht werden. Soweit ich es jetzt mitbekommen habe, kommt ein Link aus WordPress bei Serendipity als Pingback, nicht als Trackback an. Trage ich dagegen von Hand explizit die Trackback-URI eines Beitrags ein, dann scheint es auch mit Serendipity zu klappen, z.B. hier: http://www.onli-blogging.de/comment.php?type=trackback&entry_id=655 Damit werden dann zwar die Umlaute in Serendipity HTML-kodiert angezeigt und nicht als Umlaut, aber immerhin es kommt als Trackback an. Warum das so ist verstehe ich nicht ganz, denn beide Systeme arbeiten mit UTF-8 und html-kodierte Zeichen sollten eigentlich nicht so ü sondern halt als "ü" angezeigt werden...

    Probleme mit Pingbacks und Trackbacks auch von S9y zu WP

    onli versuchte von seinem Blog aus, einen Trackback hierher zu senden, was jedoch mit einer Fehlermeldung endete: Überprüfe _http://miradlo.net/bloggt/web/microblogging-oder-bloedsinn-voller-tippfehler-twitter-und-identica_ auf mögliche Trackbacks ... Trackback gescheitert: Keine Trackback-URI gefunden. Sende pingback an URI http://miradlo.net/bloggt/xmlrpc.php... Eventuell liegt dieser Fehler jedoch am von mir genutzten Plugin Trackback-Validation, welches nur Trackbacks zulässt, wenn im Ursprungsartikel ein Link steht. Damit verhindere ich sonst Spamlinks. WordPress hat pro Beitrag noch eine spezielle Trackbackadresse, z.B. für diesen Beitrag: http://miradlo.net/bloggt/krimskrams/pingbacks-und-trackbacks-serendipity-und-wordpress-blogsoftware/trackback Ob es damit klappen würde, wenn ein Trackback gesetzt wird, weiß ich grad nicht, aber da können die Serendipity-Nutzer sicher mehr dazu sagen...

    Nerviges Problem

    Egal woran welches dieser diversen Probleme liegt und wie es sich umgehen lässt. Mich nervt, dass es nicht einfach mit den Standardinstallationen der beiden Systeme klappt. Denn aus meiner Sicht sollte jede Blogsoftware diesbezüglich problemlos mit den anderen Systemen funktionieren. Es gibt ja auch durchaus Blogger, die einfach nur bloggen wollen und nicht noch am System rumschrauben wollen... Fein wäre, wenn sich ein Weg finden ließe das Problem zwischen den Systemen zu lösen, so dass die Entwickler es in den nächsten Versionen so erstellen könnten, dass es einfach von Haus funktioniert...
  • Farben RGB und CMYK ::: Scribus Grundlagen

    • Screenshot Scribus Scribus Objekt auswählen Farbe / Tooltipp / Ebene
    Nach diversen einführenden Artikeln zu Scribus und zum Farbmanagement allgemein, geht es dieses Mal um die Farben in Scribus. Teils habe ich ja bereits erklärt, wie man Objekte oder Texte auswählt und dann die Farbe ändert. Scribus kommt mit einigen bereits voreingestellten Farben, die sind jedoch eher rudimentär. Wählt man ein Objekt aus, wird die gewählte Farbe angezeigt, beim Hover über dem Farbnamen wird im Tooltipp angezeigt, ob es eine CMYK- oder RGB-Farbe ist und welche Werte diese Farbe hat, siehe Bild "Scribus Objekt auswählen Farbe / Tooltipp / Ebene".
    • Screenshot Scribus Scribus Farbe ändern | klicken vergrößert

    Eigene Farben sinnvoll benennen

    Eine selbst angelegte Farbe benenne ich meist mit ihrem ursprünglichen RGB-Wert, falls sie als CMYK angelegt ist ebenfalls mit diesem, sowie mit einem Namen, der mir etwas sagt. Natürlich kann man die Farbe auch 0815 oder 0816 nennen, ich komme damit jedoch nicht klar. Manche Farben heißen bei mir auch wie ihr Näherungswert in einem anderen Farbmodell. Im Bild "Scribus Farbe ändern" habe ich das @ welches sonst nur ein Hintergrundschatten ist, jetzt mit der Farbe miradlo_verlauf_cmyk_80_49__27_rgb_#4f6f8d angelegt.
    • Screenshot Scribus Scribus /Bearbeiten/Farben | klicken vergrößert

    Eigene Farben in Scribus anlegen

    Unter / Bearbeiten /Farben im Hauptfenster bekommt man ein Dialogfenster. Dort kann man Farben
    • Importieren z.B. aus einem anderen Dokument, in dem es die gewünschte Farbe bereits gibt
    • Neu eine Farbe neu anlegen
    • Bearbeiten eine bestehende Farbe ändern
    • Duplizieren legt man eine Farbe schon in einem Farbmodell an, so lässt sich so direkt diese Farbe anschließend ins andere Modell überführen
    • Löschen überflüssige Farben löschen (bezieht sich ebenfalls aufs Dokument, nicht auf das ganze Programm)
    • Unbenutzte entfernen automatisch alle Farben entfernen, die nicht benutzt wurden
    Die Wahl bestätigt man mit OK oder wählt Abbrechen.
    • Screenshot Scribus Scribus RGB Farbe anlegen

    Eigene RGB-Farbe anlegen

    Ähnlich wie auch im Gimp wird zur Farbwahl das HSV-Modell angeboten. Die Farbe braucht, wie schon erwähnt, einen eindeutigen Namen. Wählt man das RGB-Modell, so bekommt eine Farbe, wie sie im Web genutzt wird. Es werden die RGB-Werte angezeigt von 0 bis 255, für eine Umrechnung aus der HTML-Notation, siehe den Artikel zu Farben im Gimp.
    • Screenshot Scribus Scribus Farbe als CMYK anlegen | klicken vergrößert

    Eigene CMYK-Farbe anlegen

    Hier legt man eine Farbe als CMYK an, die Wahl entspricht diesen Werten. Diese Farbe braucht man für Dateien, die an eine Druckerei geliefert werden. Hier sollte man jedoch möglichst nicht nach Augenmaß am Monitor eine Farbe aussuchen, das geht fast immer schief. Die Farbe kennt man aus den Angaben einer bestehenden Vorgabe oder man nimmt sie aus einem Vorlagenbuch, möglichst dasselbe, welches die eigene Druckerei auch nutzt.
  • Texte ::: Scribus Grundlagen

    • Screenshot Scribus Text unmarkiert Standardschriftart Scribus | klicken vergrößert
    • Screenshot Scribus Text markieren Schriftart ändern Scribus | klicken vergrößert
    • Screenshot Scribus Scribus Text markieren Farbe ändern | klicken vergrößert
    Über die Oberfläche und die Dialoge Ebenen und Eigenschaften schrieb ich ja bereits im ersten Artikel zu Scribus. Dort erwähnte ich auch bereits, dass es zuweilen Probleme beim Markieren der gewünschten Elemente gibt. Das gilt insbesondere für Texte, da hat Scribus ein Konzept, welches für viele nicht intuitiv ist. Eine Textbox hat zunächst als Ganzes eine festgelegte Schrift, z.B. Times New Roman Regular siehe erstes Bild "Text unmarkiert Standardschriftart". Der Text selbst kann jedoch trotzdem in Nimbus Sans Condensed Bold gesetzt sein. Das erkennt man, wenn man Text selbst auch noch markiert, wie im zweiten Bild " Text markieren Schriftart ändern".

    Texte ändern in Scribus

    Ich rate bei Änderungen dazu, den Dialog Eigenschaften für Texte zu nutzen. Es gibt auch die Möglichkeit /Bearbeiten / Text bearbeiten den StoryEditor aufzurufen, dieser sieht ganz gut aus und es gibt alle Bearbeitungsvarianten. Leider ist der StoryEditor zumindest bis Version 1.3.3.11 nicht stabil, mit der Beta der Nachfolgeversion war es noch schlimmer. Für manche Zwecke, wie Aufzählungen geht es nicht anders, da empfehle ich ausschließlich mit einer Kopie zu arbeiten, sonst gehen unter Umständen Daten verloren. Der übliche Dialog / Fenster / Eigenschaften / Text ist hingegen stabil und genügt für die meisten Anpassungen. Unter Eigenschaften kann der Text selbst in dem Tab Text geändert werden, Schriftart, Schriftgröße usw. Welche Schriftarten zur Verfügung stehen, hängt von den auf dem System installierten Schriften ab, Scribus benötigt keine eigenen Angaben, sondern findet die Systemschriften. In demselben Tab wird die Schriftfarbe festgelegt, der Tab Farbe bezieht sich nicht auf die Textfarbe, sondern auf die Textbox. Die angebotenen Farben hängen von der Voreinstellungen und den eigenen Definitionen ab. Doch dazu morgen mehr, wenn es um Farben in Scribus geht.

    Ebenen und Objekte beachten

    Auch bei Texten gilt, falls sich etwas nicht markieren lässt wie erwartet, sollte man prüfen, ob die Ebene stimmt, die Textbox nicht Teil einer Gruppe ist, nicht hinter einem anderen Objekt liegt, die Ebene gesperrrt ist oder ähnliches.
  • Eigenschaften und Ebenen ::: Scribus Grundlagen

    • Screenshot Scribus Fenster Eigenschaften Ebenen Scribus | klicken vergrößert
    • Screenshot Scribus Text unmarkiert Standardschriftart Scribus | klicken vergrößert
    Scribus ist ein Desktop-Publishing-Programm, oder auch Layoutprogramm. Gedacht ist Scribus um beispielsweise Visitenkarten oder Flyer für die Druckvorstufe, also die Dokumentversion die professionelle Druckereien als Vorlage benötigen. Andere Programme, die damit vergleichbar sind, sind die proprietären Programme Adobe PageMaker, QuarkXpress oder Adobe InDesign. Zu den genauen Funktionen dieser Programme kann ich nichts sagen, da ich keins davon ernsthaft genutzt habe. Viele glauben anfangs dass OpenOffice.org Writer oder Word für alles geeignet sind, was man so am Rechner machen möchte. Je nachdem welchen Zweck es erfüllen soll, stimmt das jedoch nicht. Für Magazine, Newsletter, Anzeigen, Broschüren, Kalender und anderes, was anprechend gesetzten Text der später gedruckt werden soll, sind spezielle Programme besser. Ich nutze Scribus auch zum Erstellen von Logos, die als svg vorliegen sollten, so dass sie jeweils in passender Größe in verschiedenen Fällen eingesetzt werden können. Normalerweise bietet sich dafür eher inkscape an. Dort fehlte jedoch einige Zeit der PDF-Export, eine ganz schlechte Idee, um Dateien an Druckereien weiter zu geben. Schwierigkeiten hatte ich außerdem mit dem Austausch von Dateien aus Inkscape nach Scribus. Da ich häufiger Scribus brauche, nutze ich es häufig auch für Aufgaben, die eigentlich eher zu Inkscape gehören. Für Scribus gibt es ein deutschsprachiges Wiki, in dem vieles gut erklärt wird. Schwierig für Anfänger ist hierbei, dass man zunächst gar nicht weiß, welche Funktion man eigentlich sucht. Deshalb beginne ich hier eine kleine Serie zu Scribus, die die ersten Grundlagen und Stolperfallen behandelt. Weiterführendes gibt es in den Dokumentationen im Netz, beginnend beim Einstieg in Scribus.

    Scribus Eigenschaften und Ebenen

    Innerhalb von Scribus arbeitet man üblicherweise mit Ebenen. Aufgerufen wird das zugehörige Fenster unter /Fenster/Ebenen. Die einzelnen Elemente, z.B. eine Textbox bearbeitet man über den Dialog Eigenschaften, aufrufbar z.B. über /Fenster/Eigenschaften. Viele Befehle können auf mehreren Wegen erreicht werden. Weil ich es ständig brauche öffnet sich Scribus bei mir von vorne herein mit Ebenen und Eigenschaften. Anfänger nutzen Scribus häufig erstmals bei einem fremden Dokument, um etwas anzupassen. Je nachdem wie ein solches Dokument angelegt ist, können bereits beim ersten Versuch etwas zu markieren, Schwierigkeiten entstehen. Im zweiten Bild ist die Textbox markiert, dabei ist im Ebenendialog erkennbar, zu welcher Ebene die Box gehört. Der Text selbst ist nicht markiert, in der Anzeige der Eigenschaften wird daher die installierte Standardschrift gezeigt, jedoch nicht die für diesen Text tatsächlich genutzte Schrift.

    Markieren klappt nicht?

    Häufig ist die erste Hürde, dass sich nicht markieren lässt, was man möchte. Was nicht markiert ist, kann auch nicht geändert werden. Dafür gibt es einige Gründe, die häufigsten:
    • Objekt liegt nicht in der Ebene, in der man steht
    • Ebene ist gegen Veränderung gesperrt
    • Objekt ist Teil einer Gruppe
    • Objekt liegt hinter einem anderen Element
    • Textbox ist markiert, aber der Text selbst nicht, deshalb ändert sich nichts
    Ganz ab und zu liegt es tatsächlich an Scribus, welches sich beispielsweise beim Text mit der Maus markieren zuweilen verschluckt. Innerhalb der Textbox nutze ich da lieber STRG +a das klappt zuverlässig.
  • März, 2009
  • Interaktive Webseiten und deren Probleme

    Früher war alles einfach und langweilig. Wenn zum Beispiel Daten für die Erfassung einer Person eingegeben werden mussten, haben wir eine Form erstellt, in diese Form haben wir Namen-, Vornamen- und Adresseingabefelder reingefummelt und einen Submit-Button angezeigt. Der geplagte Anwender hat die Daten in die Felder eingegeben, das Ganze mit Submit bestätigt und auf die Fehlermeldungen vom Server gewartet.

    Was ist daran falsch?

    Aus Sicht des Programmierers war alles super. Wir hatten es einfach und der Datenfluss war 100% unter Kontrolle. Die Kommunikationsmuster können wir uns noch sehr gut vorstellen. Der Anwender ist mit dem Programmfluss geschaltet und er muss seine Arbeitsweise an das Programm anpassen.

    Wie bitte? Der Anwender muss sich anpassen?

    Hm... Da ist glaube ich das Problem. Der Businessprozess sieht unter Umständen überhaupt nicht vor, dass der Anwender auf die Antwort vom Server warten soll. Vielleicht will der Anwender gleich mit dem Bearbeiten von Kundeninformationen, wie Lieblingsfarbe und Lieblingsauto weiter machen. Und er möchte gar nicht auf den Server warten. Viel schlimmer noch. Der Anwender wird genötigt zu warten und wird aus seinen Gedankengängen herausgeworfen. Und das ist nun wirklich schlecht.

    Rettung naht mit AJAX usw.

    Jaja, wir kennen das. Dann bauen wir halt was Modernes ein und kommunizieren asynchron. Wir lassen den Anwender weiter machen und alles ist prima. Aber jetzt kommt unser Problem der neuen Welt.

    Wie informieren wir unseren Anwender?

    • AJAX in rot und blau
    Wir überlassen also die Korrektur und Testerei der eingegebenen Daten unserem asynchronen Prozess. Der macht das prima und unser Anwender tippt fröhlich weiter. Mitten in der Eingabe der Lieblingsfarbe poppt aber eine Fehlermeldung auf die da sagt: "Bitte geben Sie einen Namen ein". Und der Anwender wird aus seinem Businessprozess und seinen Gedanken herausgeschleudert. Na schön, da er sowieso direkt zum Namen zurückgeführt wird (der Fokus ist wieder auf dem Namensfeld) gibt er den Namen halt ein. Blöd ist nur, dass er mittlerweile aber auch noch eine falsche Farbe eingegeben hat, da die Applikation ihn ja aus seiner Farbeingabe herausgerissen hat. Also kaum ist er mit dem Namen fertig, oder er tippt noch am Namen rum, poppt schon wieder eine Fehlermeldung auf: "Bitte geben Sie eine korrekte Farbe ein". Oha! Wir haben hier wohl was falsch programmiert gelle? Klar, solche Probleme muss man schon irgendwie anders lösen. Aber bevor man an eine hoch interaktive Webseite herangeht, sollte man sich darüber im Klaren sein.

    War's das schon?

    Nein, es gibt noch tollere Probleme. Stellt euch vor wir sitzen in einer größeren Firma, oder wir arbeiten sogar an verschiedenen Standorten (was im Web ja gewünscht ist) und zwei Editoren arbeiten zur Zeit am gleichen Datensatz. Der Eine will die Lieblingsfarbe der Person ändern, da eine E-Mail vorliegt ,in der der Kunde sagt, dass seine Lieblingsfarbe rot sei, und gleichzeitig ruft der Kunde einen zweiten Mitarbeiter an und sagt, seine Lieblingsfarbe sei doch blau. Beide Mitarbeiter tippen also an der Farbe herum. Und was geschieht nun? Der Mitarbeiter mit der roten Farbe editiert einen veralteten Datensatz. Da er ein wenig länger braucht, wird zuerst die blaue Farbe der Telefonanfrage abgespeichert und dann die rote Farbe. Beide Editoren sehen unter Umständen nicht, dass der andere Editor auch auf dem Datensatz sitzt. Also wird die Eingabe noch komplexer.

    Wie kann dass gehen?

    Tja, während ein Editor die Farbe der E-Mail bearbeitet, muss der Datensatz für Veränderung gesperrt werden. Auch in einer wunderbaren AJAX-Superdupper-Anwendung. Der zweite Editor, muss z.B. die Möglichkeit haben den ersten Editor zu informieren, dass neue Informationen vorliegen. Oder es muss eine Prioritätendefinition vorhanden sein. Telefonbesprechungen müssen vor E-Mail Besprechungen gesetzt werden. Oder es muss beschrieben werden, wer wann was wieso gemacht hat. Weiterhin wäre es doch toll, wenn der Editor, der die E-Mail bearbeitet hat, über die Änderung informiert würde. Das könnte so ablaufen, dass gerade geänderte Werte ihm noch einmal vorgelegt werden. Beispielsweise, falls innerhalb der nächsten zehn Minuten ein Wert von einer anderen Person geändert wurde, wird dieser Wert nochmals zur Überprüfung angezeigt.

    Fazit

    Sobald wir eine tolle, blinkende, asynchrone Eingabemöglichkeit für unsere Benutzer erstellen, begeben wir uns auf gefährliches Gebiet. Die Nebenläufigkeiten von asynchronen Eingaben sind extrem komplex und müssen im Einzelfall genau analysiert werden. Interaktive und an den Geschäftsprozess angepasste Webapplikationen sind klasse. Aber die Schwierigkeiten und Gefahren sind ungleich höher als bei einer Einwegkommunikation. Natürlich können dort auch solche Gefahren lauern, der Prozess ist jedoch einfacher zu verwalten.

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