Skip to content

Layouts auf lesbare Farbkombinationen prüfen

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

  • Screenshot apricotfarbener Hintergrund t-online.de
Durch meinen Linktipp kam onli zu einer Seite, bei der er den empfohlenen Text auf seinem Röhrenmonitor nicht lesen konnte. In einem Kommentar zu seinem Beitrag stellte ich die Theorie auf, dass ein Teil schlecht lesbarer Farbwahl an den neuen Designs liegt, die nahezu ausschließlich aus Hintergrundbildern und nicht mehr wie früher aus angegebenen Farben bestehen. Ich kannte und nutzte lange einige Webseiten und Add-Ons, die überprüften, ob die gewählten Farbkombinationen auch für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit noch nutzbar sind. Was ich immernoch bei jedem Layout mache sind zumindest zwei Tests:

Design auf Farbkontraste testen

In einem meiner Browser, die immer teste, habe ich ein recht ungewöhnliches apricot als Hintergrundfarbe eingestellt, damit fällt mir sofort auf, falls ich an einer Stelle vergessen habe, die Hintergrundfarbe zu deaktivieren. Ich nutze den Seamonkey für manches nebenbei, deshalb weiß ich, dass bei weitem nicht alle Webautoren das testen, sehr amüsant finde ich wie schlecht das z.B. bei t-online klappt. Die Kontraste lassen sich z.B. mit dem Firefox Add-On Colour Contrast Analyser testen. Aber eben leider nur die Kontraste der Hintergrundfarben, das gilt nicht für Hintergrundbilder und ist daher kaum noch für ein Design passend. Sinnvoll ist immer auch ein kurzer Test mit vischeck.com dort werden die häufigsten Formen von Farbblindheit simuliert, damit fallen ganz unglückliche Farbkombinationen auf. Sinnvoll ist selbst einen Screenshot zu machen, um zu testen, testet man eine Website direkt, fehlen die Hintergrundbilder und der Eindruck ist verfälscht. Ebenfalls gut ist die Seite von Colorblind Filter dort kann auch noch einiges eingestellt werden.

Website auf Zugänglichkeit testen

Die Accessibility-Toolbar für den Firefox testet vieles, was automatisiert möglich ist, z.B. auch den Farbkontrast auf derselben Grundlage, wie das Farbkontrast-Add-On. Die Toolbar kann jedoch eben nur automatisiert testen, nicht alles was da an Fehlermeldungen oder eben nicht aufgeführt wird, ist tatsächlich relevant. Hier wird beispielsweise ein Fehler angezeigt, weil blogoscoop als Bild eingebunden ist, ohne dieses Bild können jedoch keine Zugriffe gezählt werden, hier nutze ich im Moment ein unsichtbares Bild. Ich bin nicht so begeistert von der Erweiterung, weil sie zwar viele Tests bietet, aber halt nicht "mitdenken" kann. Ein weiterer gemeldeter Fehler für dieses Blog ist, die h1 auf der Startseite sei nicht identisch mit dem title-Attribut. Ja, stimmt und das wird auch so bleiben, denn dieses Blog hat einen title für die Startseite, der etwas ausführlicher ist, als das Logo, welches hier innerhalb der h1 liegt. Manche Erklärung für einen angegebenen Fehler sagt mir keineswegs in für mich verständlicher Form, was das Problem ist. Ich habe schon einiges Wissen zu diesem Thema, sicherlich mehr als viele Webautoren, aber für manchen Hinweis reicht das nicht aus. Aus meiner Sicht sollte eine solche Toolbar jedoch so klare Meldungen bringen, dass auch weniger versierte Webautoren zumindest verstehen was gemeint ist.

Layout ohne Grafiken testen

  • Screenshot miradlo bloggt miradlo bloggt ohne Grafiken
Mit der Webdeveloper-Toolbar, die ich in Firefox und Seamonkey installiert habe, lässt sich eine Website ohne Grafiken anzeigen (für den IE gibt was ähnliches). Das zweite Bild zeigt dieses Blog ohne Grafiken. An diesem Beispiel sieht man, worauf ich achte, wenn ich Bilder für ein Layout einsetze: Die Hintergrundfarben aller Bereiche sind angelehnt an die Farbe der Layoutbilder, die Vorteile:
  • die Optik nicht mehr ganz so schick, aber noch immer sehr ähnlich
  • ganz schlecht lesbare Farbkombinationen fallen auf
  • falls die Seite mal langsam lädt, fällt es kaum auf, weil die Farben eben sehr ähnlich sind
  • wer ganz ohne Grafiken surft bekommt trotzdem noch ein lesbares Design

Fazit der Farbkombinationen

Auch nach nochmaliger Recherche konnte ich nichts finden, mit dem sich auch Farbkombinationen von Hintergrundbildern und Text testen lassen. Damit gibt es eben keine Alternative für aktuelle Designs, die auf Farbverlaufsbildern basieren, mit Transparenzen arbeiten oder ähnlichem. Ich meine das Bewusstsein, dass Webseiten in erster Linie lesbar sein sollten, hat sich noch bei weitem nicht durchgesetzt. Außerdem wird von vielen Webautoren zuwenig getestet. Doch es fehlt auch an automatisierten Tests und die Werkzeuge die solche Tests erlauben sind häufig nicht verständlich.

Webgerechtes Schreiben : Wie schreibt man passend fürs Web?

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

Webgerechtes Schreiben, ist ja immer mal wieder ein Thema. Im englischsprachigen Artikel "Tradional writing skills don't work on web" ist gut zusammengefasst, was man sich besser sparen sollte. In diesem Fall geht es vor allem um Unternehmensseiten, die gern mit "Wir sind dss beste, innovativste und kundenfreundlichste Unternehmen. Mit unserer Hilfe werden Ihre Kunden zufrieden sein und gerne wieder kommen..." Werbe ich als Dienstleister in dieser Form auf meiner Website, dann habe ich zwar vielleicht geschrieben, was alle schreiben, nur fragt sich, was die Besucher davon haben. Manche können recht gut auch webgerecht schreiben, anderen ist ein professioneller Webtexter zu empfehlen.

Tests um Texte zu verbessern

Alternativ gibt Jan den Tipp zu einem Tool, er selbst steht kurz vorm Pulitzer-Preis, sobald der noch eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung findet. ;-) Mit LinguLab lässt sich Textqualität messen, insbesondere geht es um Online-Texte und SEO. Nochmal zurück zum Ausgangsartikel, der mich auf die Idee zu diesem Beitrag brachte. Dort wird außerdem auf Folgendes gewiesen: Die Sätze, die nichts inhaltliches beschreiben, was Leser wissen möchten, sind schlicht überflüssig. Die Leser wollen eine Information, in diesen "wir sind toll"-Sätzen steht jedoch keine relavante Information. Häufig kommen die Besucher schon bewusst auf eine Unternehmensseite, das bedeutet sie wollen ja schon etwas über Produkte dieses Unternehmens wissen. Sie müssen nicht erneut auf das Unternehmen hingewiesen werden. Die Leser sind in diesem Moment aktiv, sie suchen detaillierte Informationen, sie wollen keine lobenden Worte übers Unternehmen (Verein...) lesen.

Analogie der Kunde im Web als Aufzugfahrer

Als Beispiel führt der Autor dort einen Aufzug an. Der Kunde ist eingestiegen, die Türen sind geschlossen und der Kunde sagt zum Unternehmer: "Überzeuge mich vorm nächsten Anhalten von deinem Produkt (Dienstleistung oder was auch immer). Die Website sollte daher so entworfen werden, dass sie berücksichtigt, dass  Kunden es eilig haben, sie sind sofort wieder weg, falls sie nicht sofort  die Information bekommen, die sie suchten. Das ist das Web, das ist normal. Auch wenn man stolz ist auf die eigenen Seiten, wenn sie nicht so sind, wie der Kunde es wünscht, ist der Zurück- oder Schließen-Knopf schnell gefunden. Deshalb entfernt alles was ihr für cool haltet,  alles worauf ihr stolz seid, alles was euch lächeln lässt, denn meist sind das genau die Stellen, an denen der Kunde wieder geht. Es gibt viel zuviel Texte, die wirken, als seien sie für den Deutschlehrer oder die nächste Prüfung. Der Webseitenbetreiber möchte imponieren, will alle netten Spielereien zeigen, die möglich sind. Alles soll Einleitung, Haupteil und Schluss haben. Meist willst du den Lesern  sagen was du erzählen willst, wirst schreiben was es zu sagen gibt und dich nochmal wieder auf das beziehen, was du schon erzählt hattest.

Weniger ist oft mehr

Unterm Strich geht es grad bei Unternehmensseiten ums Kürzen, Weglassen nicht aufplustern. Da dieser Artikel fürs Web ist und ich tendenziell ja immer eher zu lange Artikel schreibe, höre ich jetzt hier mal auf. Bei Gelegenheit mal noch mehr zum unterschiedlichen Schreiben, je nachdem ob Webseite oder Blog.

Mitbestimmung bei Google-Suchergebnissen : Such-Wiki

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

  • Screenshot Google Suchergebnisse ändern für angemeldete Nutzer per Klick
Stefan Münz schrieb vor kurzem im Webkompetenz-Forum, dass Google für angemeldete Benutzer jetzt die Möglichkeit bietet, Suchergebnisse umzusortieren. Das Such-Wiki (Google-SearchWiki) ist laut Google:
Mit SearchWiki (Google schreibt mal SearchWiki, mal Such-Wiki) können Sie die Ergebnisse der Google Websuche anpassen, indem Sie sie sortieren, entfernen und Einträge hinzufügen.
Nun gut, so weit so schön, das kann praktisch sein.
Ihre Anpassungen werden bei jeder Wiederholung der betreffenden Suchanfrage angewendet, solange Sie in Ihrem Google-Konto angemeldet sind oder bis Sie die Anpassungen rückgängig machen.
Hm, passt mir schon nicht so recht, ich melde mich immer ab.
Außerdem können Sie sehen, wie andere Nutzer eine beliebige Suchergebnisseite mit eigenen Einträgen und Änderungen angepasst haben.
Ich sehe von anderen, also sehen die ja auch von mir. Im ersten Moment war ich geschockt, denn beim Probieren kam die Frage, ob ich sicher sei, dass ich ändern wollte und:
"Beachten Sie, dass Ihre Such-Wiki-Einträge anderen Nutzern mit dem Alias Ihres Google-Kontos angezeigt werden."
Erst einmal klingelten bei mir alle Alarmglocken, denn der Login bei Google ist ja eine Mailadresse. Aber bei genauerem Lesen, las ich Alias, bislang brauchte ich das noch nie, aber gut, ich habe also mal einen Alias zum Testen angelegt. Da ich jetzt nur mal rumprobieren wollte, habe ich nicht blümchen813 genommen, was keine Rückschlüsse auf mich zulässt, sondern miradlo. Gut, ich kann also umsortieren und die Ergebnisse für mich anpassen. Einerseits ganz nett, andererseits auf Dauer betrachtet, möchte ich in drei Jahren zum Suchbegriff XY wirklich noch meine Anpassung? Wäre es dann nicht sinnvoller, wenn ich möglichst relevante Ergebnisse bekäme? Nun, ich denke es kommt auf die Nutzung an, für manche kann es schon sinnvoll sein, im ein oder anderen Fall, die eigenen Ergebnisse in anderer Version als von Google vorgeschlagen zu nutzen.
Stefan schreibt außerdem: Google wäre dumm, wenn es entsprechende User-Aktionen nicht im PageRanking berücksichtigen würde. Damit schlägt das 100-Milliarden- Dollar-Unternehmen (auch diese Zahl ist brandaktuell in den News) eine interessante Brücke zwischen klassischen, spider-basierten Suchmaschinen und neueren, durch social content sharing entstandene Suchmaschinen wie etwa delicious.com.
Klar den Vorteil für Google selbst sehe ich auch.
(...) Und da natürlich jeder sich selber pushen möchte, können Einzelaktionen von Usern sicherlich nicht gleich merklich den PageRank beeinflussen. Ich vermute mal, die Masse soll es machen. Wenn angenommen 100 User einen Treffer zu einem Ergebnis nach oben schieben und nur zwei nach unten, dann kann das als Trend gewertet werden, dass die meisten User diesen Treffer höher bewerten als es der Ranking- Algorithmus bislang tut. Wenn solche Ergebnisse automatisiert in den Ranking-Algorithmus mit einfließen, kann dieser sicherlich davon profitieren.
Ich denke auch hier hat er Recht, es werden sich nur Trends auswirken, die in hohem Maß angegeben werden. Zunächst werden viele Suchmaschinenoptimierer intensiv testen und sicher wird es Verschiebungen geben, bis Google sich wieder auf alles eingestellt hat.

Alles gut, alles moderner, Google-Ergebnisse beeinflussbar?

Von mir aus, bin altmodisch und paranoid, aber ich mag vom Testen jetzt mal abgesehen nicht die Google-Suche optimieren, mit der sie mein bestehendes Google-Profil dann noch besser schärfen können. Mehr zum Daten sammeln gibts heute auch im Artikel Online-Reputation auf uteles Blog. Ich sehe weder für mich selbst, noch für andere einzelne Nutzer einen ernstzunehmenden Vorteil. Ich habe meine Bedenken, selbst mit einem Alias, dass alle anderen Nutzer dann auch sehen, was ich verändert habe. Dem Giganten Google noch weiteren Vorsprung zu verschaffen gefällt mir nicht so recht. Mehr zu den Funktionen des Such-Wikis erklärt die Hilfeseite von Google.

Kurz und gut XI

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

Wie gewohnt samstags die Linktipps dieser Woche, mal amüsant, mal Tipps, schaut selbst:

Suchmaschinenoptimierung ::: SEO-Plugins für WordPress

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

Bei Robert gab es einen Artikel zu HeadSpace2 ein kostenloses SEO-Plugin für WordPress. In den Kommentaren fanden sich natürlich auch Fans von WP-Seo, die das besser finden und so teuer wäre es auch nicht. Nun, ich fürchte keinPlugin schafft es, dass meine Beiträge bereits vorm Schreiben so optimiert, dass die Suchmaschine schon mal Platz 1 freihält, weil da mein kommender Beitrag stehen wird. ;-) Etwas überspitzt formuliert, aber von ein paar Grundlagen wie vernünftigem Code mal abgesehen, glaube ich ja immer noch, dass auch der Inhalt die Platzierung beeinflusst. Deshalb ist mir Suchmaschinenoptimierung auch nicht so wichtig. Klar ich achte auf einige Punkte, wenn die passen fein. Aber ich bin nicht bereit für jeden Beitrag nochmal sehr viel Zeit aufzuwenden. Mein Plugin muss mir deshalb zwei, drei einfache Möglichkeiten bieten, mit denen ich etwas pro Beitrag anpassen kann, mehr brauche ich nicht. HeadSpace2 hat Einstellungsmöglichkeiten pro Blog, pro Seite sowie pro Beitrag, ich kann einen anderen Titel angegeben und eine eigene Beschreibung. Für mich ist das so genug. Ich habe mir auch WP-Seo schon mal angesehen, das kann dieses Punkte natürlich auch. Intensiver habe ich nicht getestet, denn im Moment bin ich mit HeadSpace zufrieden. Warum sollte ich für ein Plugin zahlen, wenn ich eins kostenlos haben kann, was das tut, was ich möchte? Mich stört nicht grundsätzlich die Idee auch mal zu zahlen. Nur meine ich, dass muss das Plugin Funktionen haben, die ich haben möchte und die ich anders nicht bekomme. Für meine Zwecke ist das bei WP-Seo nicht gegeben, es kann wahrscheinlich noch vieles, aber das will ich grad nicht, deshalb nur für mich gibt es keinen Grund zu wechseln.

HTML oder XHTML was ist besser, moderner, toller?

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

An einigen Stellen im Netz wird ja grad die Diskussion geführt, was denn nun die Zukunft sei. Die HTML-Anhänger sagen teils, sie hätten schon immer gewusst, dass sie Recht haben, denn nun komme HTML 5 und wann XHTML 2 kommt ist noch nicht klar, keinesfalls jedoch in der Form wie heute. Im Moment liefern ja alle, die XHTML nutzen ihre Seiten trotzdem als text/html aus und nicht wie eigenlich möglich als xml. Denn wie im Web gewohnt, es gibt einen der es nicht kann. Unser aller Freund, der Internet Explorer versteht als xml ausgelieferte Seiten nicht. XHTML 2 ist so geplant, dass es nicht mehr möglich ist als text/html auszugeben, deshalb wird es nicht mehr wie XHTML 1 direkt ausgeliefert werden können. Gut, manche setzten vor einigen Jahren aus irgendwelchen Gründen auf HTML 4, andere bevorzugten XHTML. Klar schon damals gab es Diskussionen, was falsch und was richtig sei, immer halt das man selbst bevorzugt. Ich glaube meist wurde die Entscheidung für das eine oder andere nicht auf Grundlage der Argumente, sondern aus perönlicher Vorliebe getroffen. Die einen denken eher in Programmen, eine Klammer geht auf und dann muss sie auch wieder geschlossen werden. Die anderen denken eher an das, was sie grad tun wollen, warum sollte man erst etwas schließen, was doch sowieso beendet ist, weil danach etwas neues kommt.

Doch woher kommt dann jetzt wieder die Diskussion?

Ist eine der beiden Versionen ungeeignet für eine Umstellung auf HTML 5? Nein, es braucht von beidem aus Änderungen, aber es ist in beiden Fällen nicht nötig, alles neu zu schreiben. Mir genügte diese Information, für mich wäre damit das Thema beendet gewesen. Denn ob ich jetzt von HTML 4 aus etwas ändern muss, oder von XHTML 1 aus, das ist doch nun wirklich egal. Aber plötzlich gab es Gerüchte, man müsse jetzt auf HTML 4 (korrekterweise auf HTML 4.01) umstellen, weil XHTML ja so nicht mehr weiterentwickelt würde. Wer genauer schaute, wusste, dass das Unsinn ist, denn Fakt wird irgendwann schon HTML 5 sein, aber auch wer HTML 4 schreibt kann nicht einfach den Doctype ändern und als HTML 5 ausliefern. Wohl deshalb diskutierten nun auch die Fachleute und ich meine die Diskussion ist ebenso müßig und unsinnig wie die Glaubenskriege über Betriebssysteme. Im Moment ist beides möglich, mit Einschränkungen ist inzwischen HTML 5 teils schon nutzbar. Dahin geht der Weg und von wo man ihn jetzt geht ist aus meiner Sicht völlig unerheblich. Wer mehr darüber wissen möchte, bei t3n gibt es einen guten Einstieg ins Thema.

Überflüssige Blogrolls? ::: Überbleibsel oder Hingucker?

Möglicherweise veraltet: Dieser Artikel ist schon älter und wurde länger nicht überarbeitet. Je nach Thema könnte es sein, dass die Infos inzwischen nicht mehr gültig sind. Nach und nach überarbeite ich die Artikel, also gerne wieder mal vorbei schauen.

Tanta aka Jürgen forderte vor kurzem dazu auf, auf die Blogroll, also die Links zu anderen Blogs in der Seitenleiste zu verzichten: "Kill your blogroll". Ich fasse im Folgenden mal zusammen, wie er das in seinem englischen Artikel begründet. Eine Blogroll ist automatisch in jedem Blog enthalten und deshalb nutzen die meisten sie, ohne weiter darüber nachzudenken. Auch wenn die Grundidee gut ist, dass man den Lesern zeigt, welche Blogs man selbst liest, so sind Blogrolls inzwischen doch eher nervig, weil:
  • Freundeliste Viele Blogrolls haben eine Kategorie Freunde. Dort finden sich die Blogs, von Menschen, die der Blogbetreiber persönlich kennt. Jedoch was nützen etwaige Freunde, dem Leser?
  • Menschen lesen heutzutage meist Feeds, nicht das Blog auf der Webseite Die meisten sehen die Blogroll daher gar nicht mehr.
  • Fast alle Blogrolls sind veraltet Die wenigsten aktualisieren ihre Blogroll wirklich so regelmäßig, dass sie genau das wiedergibt, was sie gerade bevorzugt lesen. Außerdem viele lesen auch in sehr vielen Blogs, wieviele davon werden in der Blogroll angezeigt?
  • Blogs sind nicht immer gut Die Blogroll sagt "Autor X ist lesenswert", keiner dieser Autoren ist immer gleich gut und gleich lesenswert. Empfiehlt man ein Blog und ein Leser folgt dem Link, kann es sein, dass gerade die drei aktuellen Artikel gar nicht gut und interessant sind, weil es womöglich die schlechtesten sind, die der Autor jemals schrieb. Blogrolls mögen sinnvoll sein, wenn man wirklich von Website zu Website geht und durch einzelne navigiert, um zu sehen was dort geschrieben wird. Jedoch heutzutage macht das kaum noch jemand.
Deshalb sind doch die direkten Links auf einen Artikel viel sinnvoller, denn da verlinkt man genau auf den guten Artikel, den man gerade meint. Je nachdem wieviel man selbst schreibt und wie es passt, können es Links innerhalb eines eigenen Beitrags sein, oder eben auch wöchentliche Linklisten. Auf diese Art bekommen die Leser tatsächlich genau die Eindrücke und Beiträge, von denen man selbst wollte, dass die eigenen Leser sie wahrnehmen und anschließend vielleicht das verlinkte Blog regelmäßig lesen oder auch nicht, wie auch immer, das sollte man den Lesern überlassen.

Blogroll aus meiner Sicht

Ähnlich wie Jürgen es in seinem Artikel beschreibt, hatte ich erst einmal eine Blogroll. WordPress packt da ein paar Links rein, die ich sowieso nicht wollte, also habe ich ein paar eigene eingefügt. Immer mal wieder räume ich die Blogroll schon auch auf, aber manche Blogs sind nur deshalb nicht drin, weil sie nicht in die Kategorien der Links passen, die ich angelegt habe. Ich denke an vielen Punkten passen die Argumente:
  • Ich habe jetzt keine Freundesliste, da ich im persönlichen Umfeld fast ausschließlich mit Menschen Kontakt habe, die kaum wissen was Blogs sind.
  • Aber ich selbst lese tatsächlich sehr selten auf der Website eines Blogs, sondern gerade wenn ich ein Blog regelmäßig lese, dann nur im Feedreader. Zum Kommentieren verirre ich mich mal auf ein Blog. Einige ganz wenige lese ich noch, obwohl sie einen gekürzten Feed anbieten, doch da lese ich viel seltener auch mal einen ganzen Beitrag, noch seltener kommentiere ich dort.
  • Manch ein Blog war noch in meiner Blogroll, als ich es schon nicht mehr las. Mir fiel ähnliches bei vielen auf, die basicthinking noch lange nach dem Verkauf unter Robert Basic verlinkt hatten.
  • Mir geht es bei einigen Blogs so, dass ich immer mal wieder einen Artikel sehr gern lese, aber doch mit vielen anderen Beiträgen nichts anfangen kann. Das ist nicht schlimm, ich weiß das für mich und sortiere entsprechend. Aber keins dieser Blogs würde es in die Blogroll schaffen, weil es nicht regelmäßig genug für mich lesenswerte Artikel gibt.
Ein weiterer Punkt ist, dass es mir schon zu lästig ist alles zu pflegen. Je nachdem wie man abonniert, lässt sich das automatisieren, aber das würde ich nicht wollen. Ich lese sicher regelmäßig deutlich über hundert Blogs, aber eben sehr selektiv. Je nachdem wieviel Zeit ich habe, lese ich auch mal eine Woche gar nicht, wenn dann 6000 Beiträge anstehen, lese ich noch weniger als im Durchschnitt. Genau so und nach welchen Kriterien, ich dann schneller oder langsamer sehr viel als gelesen markiere, lässt es sich in der Blogroll nicht abbilden.

Weg mit der Blogroll?

Nein, auch wer jetzt im Feed liest, nein im Moment gibts die Blogroll und auch in schon länger nicht aktualisierter Form. Aber ja, auf Dauer kommt die Blogroll vielleicht weg. Ich nutze ja schon immer eher eine eingeschränkte Blogroll und verteile je nach Thema zwischen hier und uteles Blog. Trotz aller Einschränkung sind auch das nicht immer die echten Top-Blogs, die mir grad am wichtigsten sind. Ich verlinke sowieso gern und viel, sei es in Artikeln oder mit wöchentlichen Linklisten. Im Grunde zeigen diese Beiträge eher, was mich grad interessiert hat. Wobei natürlich auch einige Links vorkommen, die sich nur auf einen Artikel beziehen, von dem ich irgendwo las, nicht jedes Blog, jede Webseite, die verlinke, lese ich regelmäßig. Ich werde jetzt nicht sofort alles umstellen, aber ich werde mir mal genauer überlegen, warum ich eigentlich eine Blogroll habe...