tipps - Einträge für Mai 2009

  • Mai, 2009
  • Warum bildbasierte Captchas ungeeignet sind...

    • Screenshot bildbasierter Captchas Bildbasierte Captchas
    Captchas sind laut Wikipedia eine Abkürzung für Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, also ein vollständig automatisierter Test, um Rechner und Menschen zu unterscheiden. Die Idee an sich ist schon gut, denn wer eine Website betreibt, die Kommentare oder ein Kontaktformular oder andere Besuchereingaben zulässt, weiß, dass automatisierter Spam in unglaublichen Mengen ankommt. Selbst so kleine Blogs, wie dieses oder uteles Blog haben mit Spam zu kämpfen. Auf uteles Blog wurden inzwischen fast 7000 Spams von Akismet abgefangen, hier waren es bisher rund 5500 in weniger als zwei Jahren. Ich hätte also täglich rund 23 Kommentare manuell löschen müssen, wenn ich kein Plugin nutzen würde. Insofern ist es logisch, dass Webseitenbetreiber Möglichkeiten suchen dem Spam Herr zu werden, denn je bekannter ein Webauftritt desto massiver das Spamaufkommen. Leider werden zur Zeit, sehr häufig bildbasierte Captchas genutzt, von denen die Wikipedia sagt, sie seien nicht barrierefrei. Sprich für sinnesbehinderte Menschen seien sie ein Problem. Klar das ist schon ein sehr deutlicher Grund, die Dinger nicht einzusetzen. Manche argumentieren jedoch, dass sie einen Webauftritt haben, an dem diese Besucher sowieso nicht interessiert seien. Ob das so ist, ist zumindest fragwürdig, doch selbst wenn, so berücksichtigen diese Betreiber nicht, wer sonst noch durch bildbasierte Captchas ausgeschlossen wird:
    • Besucher die Textbrowser nutzen
    • Besucher die Screenreader nutzen
    • Besucher die sich Seiten ohne Grafiken anzeigen lassen (beispielsweise diejenigen, die nur schlechte Netzverbindungen haben)
    • Besucher die keine Cookies nutzen (zumindest bei vielen Captchas eine Vorbedingung)
    • Besucher die Probleme haben die Zeichenfolge korrekt einzugeben (ich fast immer, denn egal ob ich grad beschließe es werden Groß- oder Kleinbuchstaben erwartet, es ist fast immer falsch)
    • Besucher die Schwierigkeiten haben die Zeichen korrekt zu interpretieren (ich bei vielen Captchas soll das letzte Zeichen im mittleren Captcha ein "n" sein, ist das erste Zeichen im dritten Captcha ein "P" oder ein "p" oder doch was ganz anderes?)
    • Besucher deren Browser sich bei Captchas häufig verschluckt (ich z.B. mit Firefox 3, da weiß ich inzwischen schon, dass die meisten Captchas gar nicht klappen, Seamonkey, Opera oder Konqueror haben kein Problem)
    • Besucher die nicht optimale Sehfähigkeiten oder ungewöhnliche Einstellungen haben (ich z.B. bin zwar nicht sehbehindert, aber ich nutze eine sehr hohe Auflösung auf einem Laptop, auf dem Farben sehr hell angezeigt werden, damit lassen sich zarte Grautöne auf weißem Hintergrund oft nur schwer unterscheiden. Andere haben ein umgekehrtes Problem mit Röhrenmonitoren, die Farben sehr dunkel anzeigen und im dunklen Farbbereich Unterschiede nur schwer erkennen lassen.)
    Zusammengefasst meine ich, sind das doch ein paar Besucher, die damit den Spaß verlieren könnten was einzugeben, sei es eine Anfrage, ein Kommentar oder was auch immer. Für mich sind die bildbasierten Captchas immer ein Hindernis, nur wenn mir etwas sehr wichtig ist, probiere ich es überhaupt. Heute kam die Anregung zu diesem Artikel, von den nur kurzfristig beim Podcast von Roman und Dirk eingeschalteten Captchas, die wie immer nicht klappten. Von den beiden kam jedoch sofort die Reaktion und nur kurze Zeit später gab es Captcha-freie Kommentare. :-) Ich meine, wenn schon irgendein Test, dann nicht gerade diese Bildchen, sondern besser einfache Fragen oder kleine Berechnungen wie 7+9 oder so. Im klappt bei unseren Kontaktformularen auch das leere Feld im Formular noch gut, für die meisten Beuscher wird es nicht angezeigt, die anderen drauf aufmerksam gemacht, nur die Maschinen schreiben was rein, jede Eingabe verhindert jedoch das Versenden des Formulars.
  • Gibt es das perfekte Mobiltelefon für Internet, bloggen, Mails und so?

    Ich hätte gern ein Mobiltelefon, mit einigen Anforderungen. Meine Versuche mich zu entscheiden endeten bisher darin, dass mir alles zu schwierig und undurchschaubar war und ich darum einfach wieder aufgab. Freu mich über hilfreiche eigene Erfahrungen und Tipps. Mein Wunschtelefon soll folgendes können:
    • telefonieren
    • Kalender, Wecker, Telefonbuch...
    • sms schreiben (bedienbare Tastatur)
    • Mails senden und empfangen
    • Fotos machen
    • Internetzugang
    Ich möchte ein Gerät, von dem aus ich egal wo ich grad bin, auch mal eben ein Foto machen könnte, das ins Blog hochladen, oder als Nachricht in einem Microblogdienst veröffentlichen. Das Gerät soll außerdem möglichst auch noch diesen Anforderungen entsprechen:
    • Akkulaufzeit auch bei intensiverer Internetnutzung, so dass es wenigstens einen Tag hält
    • kein Windows-Betriebssystem, was sich wie schon bei meinem jetzigen Gerät nicht mit meinem Linux verträgt (wenn ich z.B. Fotos mache, will ich nicht später ein Windows brauchen, um sie auf einen Rechner zu laden)
    • falls es ein Gerät auch noch mit Flatrate am liebsten von t-online gäbe, wäre es besonders schick (ja ich weiß Vertrag und t-offline und überhaupt, noch hab ich jedoch auch von anderen Anbietern nichts relevant besseres gehört
    onli erzählt vom propietären iphone, beim Gedanken an einen Grund für freie Systeme, spricht durchaus auch das gegen das iphone. Für mich spricht die fehlende Tastatur ebenfalls dagegen. Das Google-Mobile hat zwar ein freies Betriebssystem erwartet jedoch standardmäßig, dass ausschließlich Google-Applikationen genutzt werden. Klar, da könnte ich wohl was ändern, aber ich möchte ein Telefon einfach benutzen, ich mag mich nicht intensiv mit so einem Teil befassen. Dirk hat sich ein Elson Mobistel gekauft, welches jedoch nicht direkt ein Smartphone ist. Mir sind die Angaben bei allen Geräten schon nach kurzer Zeit zuviel und spätestens beim fünften Gerät weiß ich nicht mehr, was ich beim ersten gesehen hatte. ;-) Ich habe es schon mehrfach versucht mal nach sowas ähnlichem wie einem iphone zu suchen, welches möglichst alle meine Kriterien erfüllt oder doch wenigstens soviele, dass es sich lohnt umzusteigen. Wenn ich es richtig verstehe, wären Alternativen zum iphone, z.B. (alles Links zu Amazon) Ich möchte überall ins Internet kommen, zumindest in Deutschland, am besten auch noch bezahlbar im benachbarten Ausland. GPS und sowas wäre mir nicht wichtig. Muss auch nicht ohne Branding, wie von Amazon sein, mit Vertrag wäre auch nicht schlimm. Ich bin tendenziell gegen ein Nokia, es bräuchte sehr gute Gründe, um das zu ändern. Ungern würde ich Samsung nehmen, da die letzten zwei Artikel von denen mich ärgerten. Asus fände ich besonders interessant, falls jemand da was dazu schreiben könnte, freu mich auch über jeden anderen Hinweis oder Tipp...

    Nachtrag Testreihe bei zdnet.de

    Nach den ersten Kommentaren habe ich noch einige Berichte gefunden: Außerdem habe ich noch einen Test mit einem iphone gemacht, es ließ sich recht gut einfach ein Foto machen und ein Artikel mit Bild bloggen, das ist einer meiner Hauptansprüche. Wenn da nicht noch sehr viel andere Hinweise kommen, werde ich wohl doch so ein ichphone nehmen. Im Querformat klappte tippen einigermaßen, es ist auch nur ein bisschen abgestürzt, als ich es benutzt habe. ;-)
  • Spickzettel rundum Informatik und Web einsetzen

    • RGB-Farben-SpickzettelRGB Cheat Sheet
    Spickzettel haben ja zunächst einmal den Ruf ein Betrugsversuch zu sein, z.B. in der Schule. Doch es gibt ja verschiedene Formen etwas zu lernen, sich etwas zu merken oder sich in etwas einzuarbeiten. Ich hatte zu Schul- und Studienzeiten eine Vorliebe für Spickzettel. Bei mir entstanden sie nach und nach. Zunächst hatte ich meine Aufschriebe zu einem Thema, meist aus recht vielen Seiten bestehend. Die erste Zusammenfassung bestand für eine Abschlussprüfung immernoch aus mehreren DIN-A4-Seiten. Bei jedem weiteren Durchgang wurde das weniger, am Ende gab es für jedes Prüfungsfach nur noch maximal eine Seite. Dort standen nur noch die wichtigsten Punkte des Themas und  in wenigen Stichwörtern, was ich mir ganz schwer merken konnte. In den letzten Tagen vor einer Prüfung hingen diese Spickzettel entweder an Stellen, die ich mehrfach täglich sah, oder ich hatte sie im Hosensack. Jedenfalls sorgte ich dafür mir diesen einen Spickzettel immer wieder durchzulesen, irgendwann diesen nur noch im Kopf durchzugehen und nur nachzuschauen, wenn ich unsicher wurde. So gelang es mir auch auswendig zu Lernendes am Prüfungstag präsent zu haben, etwas was mir eher schwer fällt. Bis heute finde ich Spickzettel praktisch, wenn ich mich in etwas neu einlerne. Je nach Thema gehe ich noch immer ähnlich vor. Allerdings schreibe ich nicht mehr alles selbst, denn beispielsweise die RGB-Farben im Bild sind sinnvoller, wenn auch die Farben dabei sind. Für vieles gibt es bereits Spickzettel, die je nach eigener Vorliebe ausgedruckt auf Papier oder elektronisch auf dem Rechner liegen können. Im Englischen heißen Spickzettel Cheat-Sheets. Die beste Auswahl quer durch einiges aus dem Webumfeld gibt es meines Erachtens bei Dave Child. Er bietet folgende Cheat-Sheets an: Für die meisten (ich habe nicht geprüft, ob für alle) dieser Spickzettel gibt es eine Version als Bild und eine als PDF. Zu jedem der Spickzettel gibt es eine eigene Seite, mit Hinweisen zu Versionen und ergänzenden Erklärungen. Ein, wie ich finde, prima Überblick in die Themengebiete.
  • Layouts auf lesbare Farbkombinationen prüfen

    • Screenshot apricotfarbener Hintergrund t-online.de
    Durch meinen Linktipp kam onli zu einer Seite, bei der er den empfohlenen Text auf seinem Röhrenmonitor nicht lesen konnte. In einem Kommentar zu seinem Beitrag stellte ich die Theorie auf, dass ein Teil schlecht lesbarer Farbwahl an den neuen Designs liegt, die nahezu ausschließlich aus Hintergrundbildern und nicht mehr wie früher aus angegebenen Farben bestehen. Ich kannte und nutzte lange einige Webseiten und Add-Ons, die überprüften, ob die gewählten Farbkombinationen auch für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit noch nutzbar sind. Was ich immernoch bei jedem Layout mache sind zumindest zwei Tests:

    Design auf Farbkontraste testen

    In einem meiner Browser, die immer teste, habe ich ein recht ungewöhnliches apricot als Hintergrundfarbe eingestellt, damit fällt mir sofort auf, falls ich an einer Stelle vergessen habe, die Hintergrundfarbe zu deaktivieren. Ich nutze den Seamonkey für manches nebenbei, deshalb weiß ich, dass bei weitem nicht alle Webautoren das testen, sehr amüsant finde ich wie schlecht das z.B. bei t-online klappt. Die Kontraste lassen sich z.B. mit dem Firefox Add-On Colour Contrast Analyser testen. Aber eben leider nur die Kontraste der Hintergrundfarben, das gilt nicht für Hintergrundbilder und ist daher kaum noch für ein Design passend. Sinnvoll ist immer auch ein kurzer Test mit vischeck.com dort werden die häufigsten Formen von Farbblindheit simuliert, damit fallen ganz unglückliche Farbkombinationen auf. Sinnvoll ist selbst einen Screenshot zu machen, um zu testen, testet man eine Website direkt, fehlen die Hintergrundbilder und der Eindruck ist verfälscht. Ebenfalls gut ist die Seite von Colorblind Filter dort kann auch noch einiges eingestellt werden.

    Website auf Zugänglichkeit testen

    Die Accessibility-Toolbar für den Firefox testet vieles, was automatisiert möglich ist, z.B. auch den Farbkontrast auf derselben Grundlage, wie das Farbkontrast-Add-On. Die Toolbar kann jedoch eben nur automatisiert testen, nicht alles was da an Fehlermeldungen oder eben nicht aufgeführt wird, ist tatsächlich relevant. Hier wird beispielsweise ein Fehler angezeigt, weil blogoscoop als Bild eingebunden ist, ohne dieses Bild können jedoch keine Zugriffe gezählt werden, hier nutze ich im Moment ein unsichtbares Bild. Ich bin nicht so begeistert von der Erweiterung, weil sie zwar viele Tests bietet, aber halt nicht "mitdenken" kann. Ein weiterer gemeldeter Fehler für dieses Blog ist, die h1 auf der Startseite sei nicht identisch mit dem title-Attribut. Ja, stimmt und das wird auch so bleiben, denn dieses Blog hat einen title für die Startseite, der etwas ausführlicher ist, als das Logo, welches hier innerhalb der h1 liegt. Manche Erklärung für einen angegebenen Fehler sagt mir keineswegs in für mich verständlicher Form, was das Problem ist. Ich habe schon einiges Wissen zu diesem Thema, sicherlich mehr als viele Webautoren, aber für manchen Hinweis reicht das nicht aus. Aus meiner Sicht sollte eine solche Toolbar jedoch so klare Meldungen bringen, dass auch weniger versierte Webautoren zumindest verstehen was gemeint ist.

    Layout ohne Grafiken testen

    • Screenshot miradlo bloggt miradlo bloggt ohne Grafiken
    Mit der Webdeveloper-Toolbar, die ich in Firefox und Seamonkey installiert habe, lässt sich eine Website ohne Grafiken anzeigen (für den IE gibt was ähnliches). Das zweite Bild zeigt dieses Blog ohne Grafiken. An diesem Beispiel sieht man, worauf ich achte, wenn ich Bilder für ein Layout einsetze: Die Hintergrundfarben aller Bereiche sind angelehnt an die Farbe der Layoutbilder, die Vorteile:
    • die Optik nicht mehr ganz so schick, aber noch immer sehr ähnlich
    • ganz schlecht lesbare Farbkombinationen fallen auf
    • falls die Seite mal langsam lädt, fällt es kaum auf, weil die Farben eben sehr ähnlich sind
    • wer ganz ohne Grafiken surft bekommt trotzdem noch ein lesbares Design

    Fazit der Farbkombinationen

    Auch nach nochmaliger Recherche konnte ich nichts finden, mit dem sich auch Farbkombinationen von Hintergrundbildern und Text testen lassen. Damit gibt es eben keine Alternative für aktuelle Designs, die auf Farbverlaufsbildern basieren, mit Transparenzen arbeiten oder ähnlichem. Ich meine das Bewusstsein, dass Webseiten in erster Linie lesbar sein sollten, hat sich noch bei weitem nicht durchgesetzt. Außerdem wird von vielen Webautoren zuwenig getestet. Doch es fehlt auch an automatisierten Tests und die Werkzeuge die solche Tests erlauben sind häufig nicht verständlich.

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