tipps - Einträge für April 2009

  • April, 2009
  • Subversion (svn) über Konsole nutzen

    Bei uns sind alle wichtigen Projekte mittels Subversion unter Versionskontrolle. Sobald mehrere daran arbeiten geht es gar nicht anders, aber auch sonst ist zuweilen praktisch genau prüfen zu können, was sich geändert hat. Da wir überwiegend mit Webapplikationen arbeiten ist fast immer auch PHP beteiligt, deshalb nutzen wir meist Subclipse in Eclipse, für die svn-Befehle. Ab und zu lohnt es sich jedoch nicht, den Klotz (Eclipse ist dick und langsam) zu öffnen, wenn es grad nur ums einchecken, nach kleineren Änderungen im HTML oder CSS geht, die ich mit Quanta mache. In solchen Fällen bevorzuge ich die Konsole (KDE auf Gentoo Linux, ob das auch mit Windows oder Mac so klappt weiß ich nicht) . Leider gibt es manchmal Versionsprobleme, deshalb kann es vorkommen, dass ein über die Konsole bearbeites Projekt in Eclipse nachher nicht mehr gelesen werden kann, weil die svn-Version älter ist. Andererseits gabs auch schon mal einen Rechner, auf dem Eclipse grad nicht auf Anhieb laufen wollte und sowieso nur fürs svn genutzt wurde. Dann lohnt es sich nicht lange zu suchen, der einfachere Weg ist hierbei die Konsole.

    svn-Befehle auf Konsole

    Vor Arbeitsbeginn, falls man nicht ganz sicher weiß, dass niemand sonst etwas eingecheckt hat, im eigenen Verzeichnis aufrufen:
    • svn update Dabei werden alle aktualisierten Dateien geholt.
    • Zwischendurch zeigt svn status (svn st genügt auch, für fast alles gibt es auch kürzere Varianten) den aktuellen Stand aller lokal geänderten Dateien an. So kann entschieden werden, welche Dateien geändert, gelöscht, hinzugefügt werden sollen.
    • svn add Dateiname fügt eine Datei hinzu.
    • svn delete Dateiname löscht eine Datei, die bereits im svn war.
    • Einchecken mit: svn commit -m „das ist der Text der beschreibt, was ich tatsächlich getan habe, z.B. Datei xy erstellt, im Design der Navigation Fehler korrigiert, Funktion xy eingebaut” Im Kommentar sollte stehen, was getan wurde, damit jeder andere am Kommentar sehen kann, wann und was in einer Version geändert wurde.
    • Bei weiteren Aktionen bietet sich meist eher Eclipse an, beispielsweise geht svnignore in Eclipse schneller und komfortabler.
  • KDE ::: Tipps

    Hin und wieder geht bei einem Update mal was schief. Schon häufiger habe ich erlebt, dass die Kontrollleiste verloren geht.

    Kontrollleiste (kicker) und Konsole zurückholen

    Keine Kontrollleiste bedeutet je nach Einstellungen, dass nach dem Start noch nicht einmal eine Konsole aufgerufen werden kann, weil das KMenü fehlt: Mit Alt+F2 kommt man in den "Befehl ausführen" Dialog. Dort gibt man konsole ein und klickt auf Ausführen. Damit ist anschließend alles wieder erreichbar. Ebenso lässt sich auch die Kontrollleiste wieder zurückholen, mit kicker wird sie neu gestartet.
  • Farbwerte und Farbräume ::: RGB, CMYK und HSV

    • Screenshot Gimp Gimp Farbe wählen Anzeige RGB und CMYK
    Bei Gimp oder ähnlichen Bildbearbeitungsprogrammen verwendet man beim Arbeiten den RGB-Farbraum. Diese Palette entsteht durch ineinanderverschwimmenlassen der drei Farben Rot, Grün und Blau. Folglich kann jeder Farbe in einem Bild ein Wert dieser drei Farben zugeordnet werden. Für jeden Farbwert eines Punktes im Bild sind 8 Bit Speicherplatz vorhergesehen, folglich kommt es zu einer Farbtiefe von 3 mal 8 Bit = 24 Bit. Dies nennt man True color, da es mehr Farben sind, als das menschliche Auge auflösen kann. Im Bereich des Print also bei allem was professionell gedruckt werden soll, arbeitet man dagegen mit CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Key [Schwarz als Farbtiefe]). Das Farbmodell geht theoretisch ebenso wie RGB von drei Farben aus, in der Praxis werden Schwarztöne jedoch nicht aus den anderen Farben, sondern aus einem speziellen Schwarzwert erzeugt. Ein weiteres Farbmodell ist HSV dort werden mittels des Farbtons (englisch hue), der Farbsättigung (saturation) und des Hellwerts (bzw. der Dunkelstufe) (value) die Farben definiert. Optisch entspricht dieses Modell am ehesten der menschlichen Farbwahrnehmung, deshalb eignet sich dieses Modell gut zur Auswahl einer Farbe. Es gibt teils theoretische Umrechnungsmethoden vom einen in den anderen Farbraum. Das sind jedoch nur Näherungswerte, für farbverbindliche Umrechnungen müssen weitere Bezugspunkte hinzugezogen werden. RGB auf einem Monitor ist nur dann einigermaßen korrekt, wenn der Monitor entsprechend kallibriert ist. CMYK-Werte hängen auch vom später genutzen Papier ab und sollten deshalb nach verbindlichen Tafeln/Handbücher ausgesucht werden. Auch Gimp kann automatisch von einem in den anderen Farbraum umrechnen, z.B. von RGB nach CMYK und umgekehrt. Wie im Bild zu sehen zeigt Gimp dann die Werte für CMYK, HSV, RGB und die HTML-Notation an. Solange es nicht um professionellen Druck geht ist diese Umrechnung meist ausreichend und vermittelt ein Gefühl für die verschiedenen Farbsysteme. Im Web nutzt man üblicherweise daher immer RGB, für den Druck dagegen CMYK. Je nachdem worum es geht ist die Farbverbindlichkeit mehr oder weniger wichtig. Für eine Einladungskarte im privaten Rahmen, die man selbst mit dem Tintenstrahldrucker ausdruckt ist es meist egal, ob die gewünschte Farbe ganz exakt getroffen wurde. Anders dagegen ist es bei offiziellen Dokumenten mit festgelegten Logofarben oder ähnlichem, die in einer Druckerei meist auch in größerer Stückzahl gedruckt werden.
  • Gimp auf eigene Bedürfnisse anpassen und Farbwerte

    • Screenshot Gimp Gimp Farbe wählen
    Von vielen, die mit Photoshop begonnen haben, kommt die Kritik, Gimp sei unübersichtlich und bestehe aus so vielen Einzelfenstern. Ich meine zumindest unter Linux ist das kein Problem. Ich habe mir meinen Gimp einmal so angepasst, wie er für mich optimal ist und jetzt öffnet er sich jedesmal genau so. Der Gimp bekommt bei mir eine eigene virtuelle Arbeitsfläche, die Hintergrundfarbe ist so angepasst, wie ich sie für die Bildbearbeitung als angenehm empfinde. Zusätzlich zum Werkzeugfenster brauche ich häufig das Ebenenfenster deshalb ist das ebenfalls immer offen. Immer mal wieder brauche ich auch Schriften und als eigenes Fenster lässt sich ein eingebundener Schriftzug mittels der Pfeiltasten komfortabel in verschiedenen Schriften testen. Suche ich eine Schrift in einer bestimmten Richtung so habe ich auf diesem Weg auch direkt eine gut sichtbare Vorschau. Ich nutze den Gimp fast für alle Bilder, die ich in Blogbeiträge einbinde, ich mag, wenn sie immer ein vergleichbares Seitenverhältnis haben, ich wähle meist den passenden Ausschnitt von Hand. Insbesondere bei Screenshots bietet sich das an, denn was auf 1920*1200 gut aussieht passt nur selten als Vollbild auf meine meist genutzte Bildgröße 400*300. Screenshot speichere ich immer als *.png in guter Qualität und bearbeite sie erst anschließend für Beiträge. Immer wieder kommt es vor, dass ich später nochmal etwas anderes möchte, einen anderen Ausschnitt oder ähnliches. Sobald ein Bild als *.jpg vorliegt bedingt jedes weitere Speichern einen Qualitätsverlust. Bearbeite ich Fotos so erstelle ich zuerst vom Original eine Gimpversion, sprich ich speichere als *.xcf so ist auch Zwischenspeichern ohne Qualitätsverlust möglich. Möchte ich mehrere Zwischenstände behalten, weil ich etwas ausprobiere, dann speichere ich diese einzeln ab. Klappt alles wie erhofft, lösche ich die Zwischenversionen, geht mal was schief, so kann ich ohne größeren Aufwand wieder zurück. Das lohnt sich, wenn ich beispielsweise Personen mittels eines Pfads ausschneide und den Hintergrund weichzeichnen möchte, denn das Ausschneiden Punkt für Punkt kostet ein bisschen Zeit.

    Gimp und Farben

    Der Gimp ist ein Bildbearbeitungsprogramm, damit eignet er sich vor allem für Fotos und Screenshots. Gimp ist kein Programm um Grafiken für die Druckvorstufe zu erstellen. Druckvorstufe ist die Bezeichnung für die Version, die man bei Visitenkarten, Flyern oder ähnlichem an die Druckerei weiter gibt. Für den Druck ist eine weit höhere Bildqualität nötig, als beispielsweise im Web. Meist erwartet die Druckerei eine Vorlage in CMYK, das kann der Gimp normalerweise gar nicht, weil er dafür nicht erstellt wurde. Falls man jedoch ein Foto in CMYK für den Druck braucht, so gibts es dafür ein Plugin, siehe Gimp fürs Webdesign einsetzen. Speichert man mit dem Plugin Separate als Separate, dann wird ein Foto in CMYK umgewandelt. Ist der eigene Monitor nicht mittels Farbprofilen und Kallibrierung so eingestellt, wie es die Druckerei erwartet, sollte man vor dem eigentlichen Druck mit der Druckerei klären, ob alles stimmt, denn am Monitor sieht man nicht mehr die späteren Druckfarben. Möchte man Farben umrechnen, z.B. den im Web üblichen RGB-Wert in der Form #fff als dezimalen Wert, hier dann 255 255 255 für weiß, so sieht man das in der Farbübersicht des Gimp recht einfach. Andere Programme erwarten als Eingabe eines RGB-Wert meist die Version mit 255 255 255, z.B. Scribus das vektorgrafikbasierte Layoutprogramm, doch dazu ein anderes Mal mehr.
  • Werbung von Google mit Cookies : Datenschutz sollte angepasst werden

    Google führt heute interessenbezogene Werbung ein. Das heißt, dass die AdSense-Anzeigen anhand von Cookies so angepasst werden, dass wer häufig zu einem Thema Seiten besucht, dann dementsprechend die passende Werbung bekommt. Die meisten werden das vor allem vomAmazon Bücher-Shop kennen, wer dort schon mal ein Buch bestellt hat, bekommt die passenden Empfehlungen beim nächsten Login.

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  • ...es gibt 10 Typen von Menschen... oder warum 4 nicht immer freundlich ist ;-)

    Wer sich bei "es gibt 10 Typen Menschen..." fragt, was das soll, kommt wahrscheinlich nicht aus der Informatik.
    • binär zählenvon Hand viel weiter als bis zehn zählen

    In der Informatik geht es meist um: Bit, Byte, Kilobyte, Megabyte, Gigabyte, Terabyte usw. als Maßeinheit. Genaueres gibts bei Wiki zu Bits und Bytes. Bit ist die Abkürzung für Binary digit, d.h. "zweiwertige Ziffer" also Null oder Eins.


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