tipps - Einträge für Oktober 2008

  • Oktober, 2008
  • Arbeitsumgebung mit virtuellen Arbeitsflächen KDE auf Gentoo Linux

    Erwähnt habe ich ja schon ein paarmal, dass ich nicht gerade unter Standardbedingungen arbeite.
    • Arbeitsfläche konsole
    • Desktop bildle
    • virtueller Desktop kontact
    Aktuell fragt Frank Helmschrott grad danach, ob man virtuelle Arbeitsflächen nutzt. Bislang waren zumindest die Kommentierenden überwiegend keine Fans von solchen Umgebungen. Für mich sind mehrere Desktops essenziell. Was ich beim Start morgens direkt nutze, habe ich bereits beim Thema Webeentwicklung mit Linux beschrieben. Ich nutze immer vier Arbeitsflächen:
    • konsole
    • kontact
    • bildle
    • divers

    konsole

    Die wichtigste Arbeitsfläche, da sind immer zwei Konqueror (Dateimanager) offen in den gerade meistgenutzten Verzeichnissen. Außerdem natürlich eine Konsole. In dieser gibts einige benannte Fenster, die immer im passenden Pfad stehen, sei es für SVN (Subversion Versionskontrolle) für Sicherungskopien, Arbeiten auf anderen Rechnern...

    kontact

    Hier ist meist Kontact offen, also mit Mailprogramm, Kalender, Terminen, RSS-Akregator, Usenet, Adressbuch und so. Außerdem ist hier immer ein Firefox mit mindestens acht, meist eher so um die dreißig Tabs offen. Ständig offen sind, die Adminbereiche der eigenen Blogs, ein Tab mit Suchmaschine, die Blogansichten der eigenen Blogs. Hinzu kommen die Tabs mit allem was ich noch tun will und tun muss. Artikel lesen und kommentieren, Webseiten betreuen, recherchieren...

    bildle

    Auf dieser Arbeitsfläche gibts kein Hintergrundbild, wie sonst in halbtransparent z.B. in der Konsole immer sichtbar. Wenn ich mit Bildern arbeite, sei es in Digikam der Bildverwaltung, mit Scribus oder mit GIMP, dann brauche ich einen nicht ablenkenden Hintergrund.

    divers

    Hier liegt das, woran ich gerade aktuell arbeite. Mal OpenOffice.org-Dateien, mal Quanta (Webseiteneditor), mal Eclipse (PHP-Entwicklungsumgebung und SVN-Client), mal diverse andere Browser, wenn es um Layoutentwürfe oder Tests von Webseiten geht.

    Nutzen mehrerer Arbeitsflächen/Desktops

    Ich habe so immer die entsprechenden Programme an ein und derselben Stelle. Ich liebe den Vollbildmodus, habe jedoch meist recht viel gleichzeitig offen und könnte ohne meine Desktops keinen Überblick behalten. In der Kontrollleiste, die von jeder Fläche aus sichtbar ist, lassen sich
    • häufig genutzte Programme öffnen
    • zwischen Arbeitsflächen wechseln
    • Umschalter um den jeweiligen Desktop ohne ein Programm anzuzeigen (da liegen ein paar Symbole für weitere häufiger, aber nicht täglich genutzte Programme
    • zwischen offenen Programmen wechseln
    • wird ein Farbwähler angezeigt, der von jeder Stelle des Bildschirm die Farbwerte aufnehmen kann
    • gibts eine Tastaturumschaltung deutsch, englisch, spanisch, nützlich wenn ich an fremdsprachigen Präsentationen arbeite
    • gibts noch Kontrollsymbole
      • für die Akkulaufzeit
      • die Bildschirmauflösung
      • das Touchpad
      • die verschiedenen Kopierspeicher unter Linux
      • Kopete für Chats per ICQ und Jabber
      • die Brieftasche KWallet, die Passwörter verwaltet
    • sowie das Amaroksymbol, falls ich nebenbei Musik höre
    • das Wetter von Friedrichshafen, dass fast so ist wie hier in Konstanz (aktuell 2°C und Schneeregen)
    • das Datum und eine textbasierte Uhr, die jetzt grad "fünf vor halb eins" anzeigt
    Manche mögen mehrere Monitore, damit lässt sich ähnlich arbeiten. Für mich passt das nicht, da ich meist mehrmals täglich den Platz wechsle, mal stehend, mal am Schreibtisch, mal in diesem Raum, mal auf dem Balkon... Ich könnte nicht effektiv arbeiten mit einem Rechner, bei dem sich das nicht so ähnlich einrichten lässt. Wenn ich zum Testen von Webauftritten mal auf einer Standard-Windowsinstallation arbeite, bin ich völlig genervt. Weder mehrere Arbeitsflächen, noch sinnvoll einfaches Kopieren auch mit mittlerer Maustaste, viele Programme öffnen unzählige Fenster, nie werde ich mich an Doppelklicks gewöhnen... Meines Erachtens ist vieles auch Gewohnheit, je nachdem womit man häufiger umgeht, kommt man damit am besten klar. Jedoch sollte man sich ein System schaffen, welches zur eigenen Arbeitsweise passt, egal wie sehr sich die vom Standard des jeweils genutzten Betriebssystems unterscheiden mag.
  • Webstandards für Webentwickler

    via Jens Meiert gabs den Hinweis an Webentwickler, sich auf die entscheidenden Aspekte professioneller Webentwicklung zu konzentrieren und zu diesen zu bekennen. Eigens dafür wurde von ihm, sowie unter anderem von den Webkrauts eine Webseite initiiert, mittels der Webentwickler an die wichtigsten Punkte erinnert werden. Gebeten wird auch um Weiterverbreitung dieser 10 Punkte:

    "Ein Appell an Webentwickler

    • Konzentrieren Sie sich aufs Lernen.
    • Konzentrieren Sie sich auf Barrierefreiheit.
    • Konzentrieren Sie sich auf Performance.
    • Konzentrieren Sie sich auf Semantik.
    • Konzentrieren Sie sich auf Validierung.
    • Konzentrieren Sie sich auf Wartbarkeit.
    • Konzentrieren Sie sich auf Zusammenarbeit.
    • Konzentrieren Sie sich auf Dokumentation.
    • Konzentrieren Sie sich auf Qualität.
    • Konzentrieren Sie sich aufs Unterrichten."
    Wichtig sind alle Punkte, für mich ist es so:
    1. Lernen
      • ganz wichtiger Punkt, nur mit ständiger Weiterbildung, sowohl im Netz, als auch z.B. bei Barcamps, kann ich im Web auf dem aktuellen Stand bleiben.
    2. Barrierefreiheit
      • wer nicht meint, dass es keine Rampen für Rollstuhlfahrer braucht oder mit Signalton auf grün wechselnde Ampeln, der/die kann nicht ernsthaft Barrierefreiheit für überflüssig halten
    3. Performance
      • ich bin, trotz 16 MB-DSL immer wieder genervt, welche Ladezeiten manche Webseitenkonstrukte haben. Bei selbst erstellten Seiten versuche ich daher immer den goldenen Mittelweg zwischen netten Zusatzfunktionen und Ladezeit zu finden.
    4. Semantik
      • wenn die Struktur nicht semantisch ist, kapiere ich zumindest kurze Zeit später nicht mehr, was da wie zusammenhängt, deshalb ist es mir wichtig, dass hier alles passt.
    5. Validierung
    6. Wartbarkeit
      • aus meiner Sicht sind diese prall mit Definitionen, überflüssigen CSS-Klassen und ähnlichem Zeug gefüllten Seiten nicht wartbar. Knapp gehaltenes HTML und CSS machen zunächst mehr Arbeit, weil ich mich immer mal wieder selbst fragen muss, ob ich diese oder jene Definition wirklich brauche; jedoch später lohnt es sich, denn je kürzer und übersichtlicher alles geschrieben wurde, desto einfacher ist es, sich später wieder reinzufinden.
    7. Zusammenarbeit
      • da gibt es für mich mehrere Aspekte. Im Unternehmen ist es wichtig klare Richtlinien fürs Schreiben von Code zu haben, ebenso wichtig sind Regeln fürs Erstellen von HTML und CSS. Nur wenn wir uns da an einheitliche Formen halten, ist es möglich, dass jeder Mitarbeiter sofort den Code einer/s anderen versteht.
      • Viele Webseiten wären deutlich besser, wenn die Webseitenersteller bei ihren Kompetenzen bleiben würden. Informatiker und Grafikdesigner in einer Person gibt es so gut wie nie. Leider glauben viele Informatikspezialisten sie könnten ein grafisches Topdesign entwerfen, noch viel mehr Grafikdesigner glauben allerdings es genügt mit dem Dreamweaver klicken zu können, um gute Webseiten zu erstellen.
      • Gäbe es mehr sinnvolle Zusammenarbeit in Webprojekten zwischen den verschiedenen Spezialisten, dann wären Webseiten insgesamt deutlich besser.
    8. Dokumentation
      • Ich hasse überflüssige Kommentare, es ist nicht nötig, wenn ein Element form noch den Kommentar Anfang des Formulars bekommt. Im CSS muss auch nicht stehen Definition des Abstands vor jedem margin oder padding.
      • Noch mehr hasse ich jedoch fehlende Kommentare. Wenn ich etwas Spezielles im CSS nach einer Methode löse, die nicht in jedem Layout vorkommt, dann gehört da ein Kommentar hin. Wenn ich im HTML einen Container öffne mit div id="Container", dann ist ein Kommentar wie "hier beginnt der Container" überflüssig und unsinnig. Wenn ich jedoch das div wieder schließe, sehe ich nicht mehr, welches ich schließe, da möchte ich einen Kommentar Ende div Container.
    9. Qualität
      • Qualität ist nichts, was man plötzlich am Ende der Entwicklung einfach noch hinzufügen kann. Qualitativ hochwertige Seiten entstehen, indem in jeder Entwicklungsphase, geplant, überlegt, geprüft und getestet wird. Nur dann können Seiten entstehen, die hochwertig sind, das schließt nicht aus, dass es nicht auch Verbesserungspotenzial gibt oder dass es nicht trotzdem mal noch einen Fehler geben kann. Viele Fehler können jedoch von vorne herein vermieden werden.
    10. Unterrichten
      • klar, bezogen auf Mitarbeiter und noch mehr auf Azubis oder Schüler ist das Unterrichten sowieso ein Thema. Ich erwarte ja, dass meine Mitarbeiter denselben Standard nutzen, wie ich. Deshalb sind regelmäßige und immer wiederkehrende Schulungen nötig. Hier greift schon der reine Selbstzweck.
      • Mir ist jedoch auch Unterrichten wichtig, was darüber hinaus geht. Wenn ich möchte, dass immer mehr Seiten sich an Webstandards halten, dann muss ich etwas tun. Deshalb schreibe ich über vieles, z.B. hier im Blog, darum beteilige ich mich in Mailinglisten, Foren usw. immer wieder und aus demselben Grund halte ich Sessions bei Barcamps zum Thema Webstandards. Bei all diesem Unterrichten kommen noch zwei weitere Punkte hinzu, erstens es macht Spaß und zweitens wer unterrichtet lernt immer auch selbst dazu.
    Wenn sich da alle Webentwickler dran halten würden... Ups, ich träume schon wieder, aber geiler wär's schon. ;-) PS: Jetzt wollte ich eigentlich auf Westernhagens Song verlinken, aber das ist mal wieder so eine Mini-Flashseite, die keine Links auf Unterseiten ermöglicht, und die bei der Titelabstimmung nicht nur meine Mail, sondern auch mein Alter als Pflichtangabe verlangt, na denn wenn ihnen 999 als Altersangabe weiterhilft. ;-) PPS: Warum auch der Appell an Webentwickler im Deutschen siezt, wo er doch im Spanischen duzt, das werde ich wohl nie verstehen...
  • Webstandards-Suchmaschine wird von Opera entwickelt

    In einem Artikel bei Golem wird berichtet, dass sich zur Zeit nur 4 Prozent der Webseiten an Standards halten. Opera ist dabei eine Suchmaschine zu entwickeln, die solche Strukturen im Web untersucht. Die Suchmaschine heißt MAMA eine Abkürzung für "Metadata Analysis and Mining Application". Inzwischen wurden bereits 3,5 Millionen Webseiten untersucht. Noch ist die Suchmaschine nicht öffentlich zugänglich, sie soll jedoch in den kommenden Monaten erscheinen. Mir gefällt diese Idee, denn ich hoffe, dass Seiten wie der Relaunch des Südkurier damit seltener werden. Erschreckend ist meines Erachtens der geringe Anteil an standardkonformen Seiten. Ganz so niedrig hätte ich nicht geschätzt, denn das passt nicht mit meiner persönlichen Erfahrung. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich viel auf Seiten unterwegs bin, die sich mit dem Thema Webstandards befassen. MAMA kann auch andere Punkte feststellen, z.B: dass in Deutschland 25% der Webseiten Flash einsetzen, während es in China sogar 67% sind. Weitere Untersuchungen sind möglich, wie:
    • Wie oft wird JavaScript eingesetzt?
    • Wieviele Seiten setzen mehr als 100 Hyperlinks ein?
    • Wieviele Webseiten sind speziell für mobile Endgeräte optimiert?
    • Inwieweit wird Web 2.0 genutzt?
    • Wie ist der Anteil an Webseiten die RSS-Feeds anbieten?
    • ...
    Insgesamt kann eine ganze Reihe von Aspekten untersucht werden. Da habe ich doch mal wieder die Hoffnung, dass sich an der Qualität von Webseiten wieder mal etwas bewegt. Ich denke nicht, dass deshalb sofort alle neuen Auftritte standardkonform entwickelt werden. Jedoch hoffe ich, dass sich der Anteil an Webauftritten, die sich an Webstandards halten, damit erhöht.
    • Klasse fände ich, wenn es weniger Seiten gäbe, die Flash einsetzen, obwohl es keinen nachvollziehbaren Grund gibt.
    • Schön wäre, wenn mehr Seiten, die JavaScript nutzen, das zumindest sauber programmieren und nicht großzügig über Fehler und Warnungen hinweggesehen wird.
    • Super, fände ich, wenn überflüssiger Spielkram, der den Ablauf stört weniger würde.
      • Bei jedem Beitrag, den ich im TinyMCE des aktuellen WordPress schreibe, nervt mich dieser Spielkram, dass beim Link setzen, erstmal der Hintergrund ausgegraut wird und dann der Link per JavaScript eingebaut werden muss. In den alten Versionen war es ein Klick, dann war das Fenster zum Link setzen da, Link einfügen und gut war. Inzwischen dauert das Ganze etwa doppelt so lang, nur um einen optischen Effekt einzubauen.
    • Freuen würde ich mich, wenn irgendwann, wenigstens alle Seiten öffentlicher Institutionen gut funktionieren würden, wie z.B. im Artikel über Webstandards aufgeführt.
    • Womit ich nicht gerechnet hätte ist, dass es noch immer rund 20% Seiten gibt, die kein CSS einsetzen, auch da hoffe ich stark, dass sich das ändert.
    • Mein Traum ist ja auch immernoch, dass PDF nicht statt HTML eingesetzt wird, sondern nur als zusätzliche gute Möglichkeit für den Druck. Allerdings lässt sich ja auch mit der meisteingesetzten großen Suchmaschine bereits feststellen, dass es für manche Themen, nahezu keine anderen Ergebnisse, als PDF-Inhalte gibt.
    Es gibt schon noch so einiges, bis das Web so ist, wie ich es gern hätte. Träumen darf ich ja... ;-)

    Aktualisiert

    Inzwischen gibt es einen sehr ausführlichen Artikehref="http://miradlo.net/bloggt/index.php?273-s"">Artikel über Webstandards aufgeführt.
  • Womit ich nicht gerechnet hätte ist, dass es noch immer rund 20% Seiten gibt, die kein CSS einsetzen, auch da hoffe ich stark, dass sich das ändert.
  • Mein Traum ist ja auch immernoch, dass PDF nicht statt HTML eingesetzt wird, sondern nur als zusätzliche gute Möglichkeit für den Druck. Allerdings lässt sich ja auch mit der meisteingesetzten großen Suchmaschine bereits feststellen, dass es für manche Themen, nahezu keine anderen Ergebnisse, als PDF-Inhalte gibt.
Es gibt schon noch so einiges, bis das Web so ist, wie ich es gern hätte. Träumen darf ich ja... ;-)

Aktualisiert

Inzwischen gibt es einen sehr ausführlichen Artikel von Sylvia Egger bei den Webkrauts zu MAMA.
  • ...in eigener Sache: Kommentare ::: Kommentarabos und Abmahnungen

    Nein, ich will jetzt nicht der Diskussion um das Abmahnproblem einen weiteren Artikel hinzufügen, da gibt es schon ganz viele. Ich möchte auf etwas anderes hinweisen:

    Langsame Reaktion auf Kommentare

    Wie auch hier, jedoch vor allem in uteles Blog mehrfach erwähnt, wir haben grad eine Baustelle. Dieses Mal nicht vor allem im Laden, sondern dort rundum, aber so ganz genau lässt sich das nicht trennen, da das räumlich teils ineinander übergeht. Deshalb betreffen Baustelle an einer Ecke immer sowohl den privaten, wie auch den geschäftlichen Bereich. Unter anderem ist das Netzwerk miteinander kombiniert, da wir auch im Wohnbereich noch Arbeitsplätze haben.

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  • Webstandards und Webseiten-Relaunch

    Am Barcamp-Wochenende in Stuttgart hielt ich ja noch eine Diskussionsession zu Webstandards. Die überwiegende Meinung dort war klar für Webstandards und es ging in der Diskussion eher darum, warum es so lange dauert bis neue Standards vom W3C veröffentlicht werden. Viele der Webseiten und Blogs, die ich lese halten das Thema ebenfalls für wichtig, z.B. Dieter Welzel. Ich bin kein Fan von Videos und blinkenden Klicki-Bunti-Seiten, deshalb denke ich manchmal schon, dass eigentlich alles schon recht gut ist und viele Seiten standardkonform sind.

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