tipps - Einträge für Juli 2008

  • Juli, 2008
  • Asus Eee PC 900 dauerhaft mit deutscher Tastaturbelegung

    Ich hatte ein bisschen Probleme auf meinem Asus Eee PC 900 (20 GB Linux) die Tastatur von Englisch auf Deutsch zu stellen. Die Tastaturbelegung (keyboard layout)  ist englisch, da es diesen Rechner noch nicht offiziell in Deutschlang gibt. Jetzt habe ich die beiden Pakete gefunden die für die Umschaltung benötigt werden. So klappt es:
    • mit "CTRL ALT T" ein Terminal öffnen
    • dann "sudo bash" auf root umstellen
    • apt-get update
    • apt-get install keyboardmap-de-de
    • apt-get install keyboardmap-dialog-de-de
    • restart
    Und schon gibt es einen Button mit dem man zwischen Englisch und Deutsch umstellen kann. Über meine Vorfreude habe ich ja bereits auf uteles Blog geschrieben, ebenso über die ersten Erfahrungen. Viel Spaß beim Tippen!
  • Kombinieren, verbinden, gezielt vorgehen um Zeit zu sparen

    Warum überhaupt Zeit sparen nötig ist? Perun fragt in seiner Blogparade nach dem Mittelweg zwischen Fortbildung, Arbeiten und Freizeit als Selbständiger. Ich denke schon, dass es da noch deutlich wichtiger ist, als in vielen Angestelltenjobs die eigene Zeit, so gut wie möglich zu nutzen. Meine Wege, um Zeit zu sparen:
    • das abendliche Lesen vorm Einschlafen, ab und zu mal mit einem Fachbuch
    • Feeds sortieren und nur gezielt lesen
    • für alle solchen Quellen als Gesamtes ein Zeitlimit setzen
      • Mailinglisten
      • Usenet
      • Xing-Gruppen
      • ...
    • Barcamps, Treffen mit anderen, die sich für ähnliche Themen interessieren
    • Themen dann angehen, wenn sie grad zum Projekt passen
    • Schulungen halten
    Mit diesen Punkten, lässt sich manches kombinieren, mal Lernen und Freizeit, mal Job und Fortbildung. In Kombination, wenn ich beispielsweise dann mehr zu einem Thema lese und recherchiere, wenn es grad zum Projekt passt, dann bin ich schon dran und befasse mich sowieso schon damit. Ein Teil dessen, lässt sich direkt im Projekt umsetzen und ist damit nicht reine Lernzeit. Das Verbinden mehrerer Punkte klappt, z.B. mit: anderen helfen, auf sich aufmerksam machen und selbst lernen, indem man aktiv ist, in themenrelevanten Gruppen, seien es Mailinglisten, das Usenet oder ähnliches. Gezieltes Vorgehen ist für mich, die Struktur des eigenen Tages ebenso, wie das zeitliche Einschränken fürs Lesen und Recherchieren. Dazu gehört für mich auch, eingehende Mails nur alle paar Stunden zu lesen oder dem Anrufbeantworter auch mal Gelegenheit geben, etwas zu tun. Ansonsten ist es für mich bis zu einem gewissen Grad in Ordnung mehr zu arbeiten, als es bei den meisten Angestellten der Fall ist, denn es gibt mir ja andere Vorteile, wie freiere Zeiteinteilung. Damit ist mancher Zeitaufwand zwar schon Arbeit, aber doch in Verbindung mit etwas was ich so gern mache, dass es doch schon fast wieder ein bisschen wie Freizeit ist.

    Aktualisiert am 3.11.2008

    Manuel Bieh fragt heute, wie es seine Leser mit Fortbildung halten. Im Kommentar schrieb ich, dass für mich Fortbildung und Weiterbildung in der Informatik unverzichtbar sind. In anderen Bereichen mag sich nicht so viel ändern, sprich es ist nicht so viel Zeit nötig, jedoch wer sich gar nicht weiterbildet, macht meines Erachtens etwas falsch.
  • Ruhigbleiben, erst mal was anderes machen, sachlich reagieren...

    Gesucht wird jeweils beste Business-Tipp von Gitte von Unternehmens-Kick, die Blogparade läuft bereits heute aus, das heißt ihr könnt nicht mehr teilnehmen. Dafür gibt's jedoch schon einige interessante Beiträge und die Auswertung wird auch nicht lange auf sich warten lassen. Mein bester Tipp, stammt schon aus Kindertagen, mir wurde beigebracht, dass es niemals einen Grund gibt, unhöflich zu reagieren. Ich habe das im Lauf der Jahre ausgebaut und geübt, inzwischen klappt es meist ganz automatisch. Dieser Tipp schadet auch im Alltag außerhalb des Geschäftslebens nicht, aus meiner Sicht ist es da jedoch manchmal schwieriger umzusetzen, weil noch mehr Emotionen im Spiel sind. Im Rahmen des beruflichen Lebens, ist es meines Erachtens besonders wichtig, ruhig und sachlich zu bleiben. Im Familien- und Freundeskreis verzeihen die Betroffenen auch mal einen Ausrutscher, im Berufsleben, kann das schon ziemlich schnell schief gehen.

    Ruhigbleiben, obwohl...

    Sei es ein Mail, ein Anruf, ein direkter Kontakt, das ist ganz egal. Mal schimpft ein Kunde, mal nervt ein Verkäufer oder irgendwo im Netz meint jemand mich angreifen zu müssen. Manche Momente fallen kaum auf, andere sind besonders schwierig ab und zu kommt ein persönlicher Angriff, der einen wunden Punkt trifft. Beispiele gibt es im Alltag bei uns allen zur Genüge, und immer mal wieder gibt es Situationen, in denen ich mal kurz "wie ein HB-Männchen in die Luft gehe". Aber das muss ja mein Gegenüber nicht so deutlich mitbekommen, selbst im direkten Kontakt, gibt es Varianten:
    • ich kann zunächst immer höflich bleiben
    • ich kann erstmal tief Luft holen
    • ich kann nachfragen, ob es so gemeint war, wie ich es verstanden habe
    und damit habe ich schon ein bisschen Zeit gewonnen. Zeit um mein Hirn wieder einzuschalten und sachlich reagieren zu können. Manches hat sich durch eine Nachfrage bereits erledigt, weil's gar nicht so gemeint war, wie es bei mir ankam. Bereits mit ein bisschen Hirn und weniger Emotion, bin ich in der Lage die Situation zu verschieben und erst einmal einfach stehen zu lassen, was mein Gegenüber in den Raum gestellt hat. Einige Stunden oder Tage später, kann ich für jede Situation auseinanderhalten, was da sachlich dran war und was vielleicht ein persönlicher Angriff.

    Konflikte vermeiden, um ruhig zu bleiben?!

    Persönliche Angriffe lasse ich im Geschäftsleben meist unkommentiert stehen, denn dort sind es selten Menschen, die sich mit mir ernsthaft auseinandersetzen wollen. Problemlos lassen sich die sachlichen Punkte klären, denn wenn ich sachlich bleibe, lasse ich meinem Gegenüber nur wenig Platz, um erneut anzugreifen. Mir fallen die Situationen am leichtesten, in denen ich kurz aus der Situation gehen kann. Auf den Balkon, ein Kaffee, einige Minuten allein, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Ich vermeide Konflikte nicht, ich trage sie schon aus, egal mit wem, aber dafür habe ich Regeln:
    • persönliche Angriffe ignorieren
    • sachliche Kritik ernst nehmen und für mich selbst hinterfragen
    • Fakten sammeln und anhand derer den Konflikt angehen
    • versuchen nichts zu denken, was ich nicht auch sagen würde (Schimpfwörter z.B.)
    Bei mir klappt dieser Umgang mit Ärgerlichem in beide Richtungen. Nicht nur, wenn ich angegriffen werde, ist es gut ruhig zu bleiben. Auch, wenn nicht insbesondere gilt es umgekehert. Wenn mich etwas ärgert, stört, nervt, gehe ich ähnlich vor und nehme mir Zeit um die Fakten zu sammeln und sie vom HB-Männchen-Gefühl zu trennen. Denn was will ich denn im Grunde? Ich möchte etwas bei meinem Gegenüber erreichen. Welche Chance habe ich hopsend, in-die-Luft-gehend, schreiend, angriffslustig und unsachlich, dass die andere Person mir auch nur zuhört? Nahezu keine? Eben. Deshalb egal wann, egal wo, egal mit welchen Beteiligten, ich versuche immer zumindest äußerlich ruhig zu bleiben.
  • Barcamp für Frauen in München ::: Ende August

    In München findet am 30. August das erste Barcamp für Frauen statt. Im Moment gibts noch etwa zwanzig freie Plätze, deshalb war ich mir auch nicht ganz sicher, welche Themen wohl passen könnten. Die Veranstalterinnen wünschen sich, dass jede Teilnehmerin gleich bei der Anmeldung ein Thema nennt, zu welchem sie etwas sagen möchte. Da ich mir grad noch gar nicht vorstellen kann, was die anderen interessiert habe ich mal drei Themen aufgeführt:
    • Thema 1: Für wen eignet sich Linux?
    • Thema 2: Standardkonforme, valide Webseiten und Blogs
    • Thema 3: Frauen bei Barcamps
    Klar Linux, das mache ich aus dem hohlen Bauch, zumindest für alles was im Bereich Einführung ist. Ähnlich sehe ich das mit standardkonformen Webseiten und Blogs, da ist nicht viel Vorbereitung nötig, das sind meine Hauptthemen im Alltag. Das Thema Frauen bei Barcamps würde mich in größerer Runde interessieren. Denn klar, die Frauen, die technisch orientiert sind, sind in manchen Bereichen schon noch immer eine klare Minderheit. Obwohl wie Nicole ausführt, im Grunde sind Frauen die geborenen Programmiererinnen.
    • Logo Barcamp für Frauen
    Zu Barcamps können jedoch nicht nur diese Frauen kommen, sondern auch all diejenigen, die sich eher am Rande für Technik, jedoch in erster Linie für alles rundums Internet interessieren.  Wie die Organisatorinnen aus Statistiken erwähnen, so ähnlich war es auch am Barcamp Bodensee, aus meiner Sicht: Die Frauen, Mädels, weiblichen Teilnehmer oder wie auch immer ich sie nenne, sie waren absolut in der Minderheit. Gefühlt waren es unter 10%, gezählt mögen es vielleicht 15% gewesen sein. Beim Barcamp in München passt zumindest die Frauenquote, denn es werden 100% sein. Es gibt viele Bereiche, bei denen ich es für gut und sinnvoll halte, wenn es frauenspezifische Angebote gibt. Von miradlo bin ich bei diesem Barcamp aus offenkundigen Gründen die einzige, die teilnimmt, wir haben keine andere Frau bisher. Die bisherigen Bewerbungen kamen auch nur selten von Frauen, bisher hatte ich keine Gelegenheit am Frauenanteil bei uns etwas zu ändern. Aus Studienzeiten kenne ich diesen geringen Anteil Frauen, ich habe mehr als einmal gehört: "Guten Morgen meine Herren, guten Morgen Frau Hauth" Ganz anders war es, als ich vor ewigen Zeiten mal bei der Informatica Feminale Baden-Württemberg teilnahm. Es war schon klasse, mal Frauen aus der Informatik zu treffen und nicht wie sonst häufig über 90% Männer. Das war die einzige Veranstaltung im Bereich Informatik, bei der ich nicht sofort bekannt war, wie ein bunter Hund, nur weil ich eine Frau bin. An der FH kannten mich die meisten Profs und fast alle Studis  mit Namen, was ich umgekehrt bei weitem nicht behaupten konnte. In der Informatik sind es schon immernoch sehr wenige Frauen, auch bei Barcamps sind es wohl noch nicht viele und soweit ich es vom Barcamp Bodensee beurteilen kann, waren die, die dort waren nicht aus der Informatik. Bisher sehe ich allerdings noch nicht, warum das so ist. Noch sehe ich keinen klaren Vorteil eines Barcamps für Frauen. Mir gefiel beim Barcamp Bodensee die bunte Mischung der Teilnehmer sehr gut, ob die noch so bunt ist, wenn es ein Barcamp nur für Frauen ist?! Ich bin gespannt, was dabei rauskommt und wie es abläuft. Wer weiß, vielleicht bin ich im Nachhinein überzeugt, dass es regelmäßige Barcamps für Frauen braucht, denn ja, es gibt es tolle Veranstaltungen für Frauen, bei denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

    Frauen bei Barcamps

    Für mich passt das Verhältnis der teilnehmenden Frauen bei Barcamps bisher jedenfalls noch nicht. Ich denke es gibt im Netz schon deutlich mehr als 10% aktive Frauen. Aber wo sind die alle, wenn es noch immer so wenige Frauen gibt, die an Barcamps teilnehmen, so dass die Quoten noch weit jenseits des logischen Anteils von 50% liegen. Aus meiner Sicht liegt es nicht an der Atmosphäre oder am Umgang miteinander bei Barcamps, denn ich hatte in keinem Moment den Eindruck, dass jemand diskriminierend gewesen wäre. Wenn es die Frauen jedoch gibt, wenn die Barcamps eine angenehme Atmosphäre schaffen, tja, warum dann ist die Quote der Teilnehmerinnen sonst so gering? Ich glaube nicht, dass Frauen grundsätzlich nicht ebenso interessiert sind, an solchen Veranstaltungen oder keine Lust haben:
    • sich zu treffen
    • etwas zu lernen
    • Kontakte zu knüpfen
    • andere mit ähnlichen Interessen kennenzulernen
    • ...
    Deshalb wüsste ich gern, von anderen Frauen, warum sie keine Barcamps besuchen. In München haben sich bereits einige angemeldet, die erstmals ein Barcamp besuchen wollen. Ich wünsch mir, dass die ein oder andere nach diesem Barcamp für Frauen auch Lust hat, weitere Barcamps auszuprobieren.

    Aktualisiert am 29.7.

    Leider habe ich erst im Nachhinein bemerkt, dass ich zu dem Termin nicht kann. Ich habe seit Monaten Karten für Rock am See, das ist leider am gleichen Tag. Ich wünsche dem Barcamp viel Erfolg, da inzwischen auch Robert schon darüber bloggt, zumindest über die Umfrage dazu, dürfte es zumindest nicht an mangelnder Verbreitung scheitern.

    Nochmals aktualisiert am 2.8.

    Ein Artikel Vivian zum Thema wenige Frauen auf Barcamps, der ebenfalls von Robert angesprochen wurde. Wie meist bei solchen Themen ist die Diskussion heiß und vielschichtig, von "so ein Unsinn" bis hin zu Ideen, wie der Anreiz für Frauen vergrößert werden könnte, dazu gabs bei Robert schon im vergangenen Jahr einen Gastartikel.
  • Anhalten und sich umschauen ::: Kommen noch alle mit? ::: Anfänger und Profis

    In den letzten Jahren bin ich von einem Projekt zum nächsten gesprungen und arbeitete mit Architekten, Projektmanagern, Systemspezialisten und Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen zusammen. Ich eignete mir BPM, Design Patterns, UML, J2EE, PHP, EAI, SOA, Webservices, Web2.0 und vieles mehr an. Vor lauter dazulernen habe ich völlig vergessen, dass es auch Anfänger gibt, denen das Programmieren nicht in die Wiege gelegt wurde. Unser Azubi bei miradlo hat mir da die Augen geöffnet. Unsere Welt dreht sich extrem schnell und wir dürfen nicht stehen bleiben. Dummerweise müssen die "Neuen" auch irgendwie hinterher kommen. Da stellt sich nun die Frage, was sie alles lernen müssen und was wirklich nicht mehr benötigt wird.

    Dinge die garantiert noch benötigt werden

    Ich glaube beim Einstieg in die Programmierung sind die folgenden Themengebiete immer noch unumgänglich:

    Boolesche Algebra

    Das ist DIE Grundlage. Zum Einstieg sollten wirklich die grundlegenden Elemente erlernt werden. Im Internet findet sich genügend Dokumentation darüber; (siehe wikipedia oder IT-Wissen). In den Schulen sollte das auch unterrichtet werden. Leider sollte das nur unterrichtet werden. Bei manchen Schulen wird im ersten Lehrjahr alles mögliche unterrichtet, die benötigten mathematischen Grundlagen sind jedoch eher nicht gern gesehen...

    Datentypen

    Hier geht es weiter. Wenn man sich in die Programmierung einlernen will, sollte man sich mit den Standarddatentypen auskennen. (Siehe wikipedia) Es ist wichtig zu wissen, was folgende Datentypen bedeuten:
    • bool
    • int
    • long
    • double
    • float
    • String
    Egal in welcher Programmiersprache. Irgendwie findet man diese elementaren Datentypen immer wieder.

    Syntax der Programmierung

    Wie in at-mix.de schön beschrieben, handelt es sich bei der Syntax um die Festlegung welche Zeichen miteinander kombiniert werden dürfen. Im letzten Jahr habe ich mehrmals Anfänger erlebt, die ihre Programme nach Form, anstatt nach Syntax erstellten. Wenn man das zuvor noch nicht gesehen hat, ist es schwer zu erklären. Vielleicht gelingt mir das mit einem Beispiel: Die Aufgabe war eine Überprüfung von Eingabewerten durchzuführen:
    // Some other codeif(a > 10){
    
    // do something which looks like a very long string
    
    }else{
    
    // do something else which didn't fit in this line. So you have to look what to do...
    
    }
    Der zu lange Text sah nicht gut aus und so wurde er umgebrochen:
    // Some other codeif(a > 10){
    
    // do something which looks like a very long string
    
    }else{
    
    // do something else which didn't fit in this line.
    
    So you have to look what to do...
    
    }
    Wenn ihr euch ein bisschen mit programmieren auskennt, wisst ihr warum das keine gute Idee ist ;-) Der Code sieht zwar schöner aus, kann aber nicht mehr ausgeführt werden. Ein weiteres Beispiel, bei dem die Syntax nicht verstanden wurde, zeigt diese Zeile hier:
    if(count($argv > 2)){}
    Anstatt:
    if(count($argv)  > 2){}
    Na erkennt jeder den Unterschied?

    Fazit

    Im ersten Moment ist es irritierend, wenn man selbst diese Fehler lange nicht mehr macht. Doch es hat mir gezeigt, dass man vor lauter bunten Oberflächen, schnelleren Modellen und einem blinden Glauben an die Technik immernoch auf die Menschen achten muss, die diese Maschinen bedienen. Egal wie perfekt unsere Computer und Methoden werden, schlussendlich müssen wir sie bedienen und verstehen können, um wirklich nutzbringende Systeme erstellen zu können. Schaut euch mal ein bisschen um und überprüft ob alle in eurem Umfeld noch mitkommen...
  • Usenet, Mailinglisten, Foren, Kommentare in Blogs ::: I ::: Grundlagen und Unterschiede

    Immer mal wieder ärgere ich mich über den Umgangston mancher Menschen in Mailinglisten, im Usenet, in Blogs und zuweilen auch in Foren. Manche ärgerlichen und hochkochenden Diskussionen ließen sich vermeiden, wenn die Teilnehmer mehr darüber wüssten und sich an die Regeln hielten. Ärgern lohnt sich nicht und meckern ohne etwas zu tun, finde ich unnötig. Sinnvoller ist es, die jeweiligen Anwender zu informieren. Mit diesem Beitrag beginne ich, in loser Folge, eine kleine Serie zum Thema: Usenet, Mailinglisten, Foren und Blogkommentare. Viele Diskussionen und Ärgernisse kommen dadurch zustande, dass langjährige Teilnehmer genervt sind, weil Anfänger sich nicht vorher über die Regeln informiert haben, bzw. die Regeln nicht einhalten. Andere hochkochende Diskussionen entstehen weil Teilnehmer, die schon lange dabei sind zuviel von Anfängern erwarten. Mein Ziel ist, beiden Seiten die Unterschiede und Regeln dieser Informationsmittel möglichst einfach zu erklären, um hoffentlich das ein oder andere Missverständnis zu beseitigen.

    Mailinglisten

    Wie man E-Mails verfassen sollte, insbesondere in Mailinglisten habe ich bereits unter Umgang mit E-Mails beschrieben. Bei Mailinglisten bekommt man die Mails der jeweiligen Liste direkt in den eigenen Account, genauso wie die anderen Nachrichten, die privat oder geschäftlich eingehen. Abonniert man eine Mailingliste, so können, je nach Liste, schon mal mehrere hundert Mails an einem Tag eingehen. Daher bietet es sich an, für Mailinglisten nicht diesselbe Adresse zu nutzen, wie für private und geschäftliche Mails. Abmelden kann man sich bei solchen Listen meist durch ein E-Mail an den Listenserver. Die Adresse steht fast immer am Ende jeder Mail.

    Usenet

    Das Usenet ist ein weltweites Netz von Newsgruppen zu den unterschiedlichsten Themen und in verschiedenen Sprachen. Im Usenet werden Mails, die Postings oder Artikel genannt werden, auf Newsservern gespeichert und von Newsserver zu Newsserver verbreitet. Die Nachrichten, die in die jeweiligen Gruppen gepostet werden, die man abonniert hat, bleiben weiterhin auf dem Newsserver. Normalerweise liest und schreibt man mittels eines Newsreaders, ein Programm, das die besonderen Anforderungen des Usenets berücksichtigt. Bei miradlo nutzen wir den KNode, ein KDE-Programm (KDE grafische Oberfläche für Linux). Wer lieber offline lesen möchte, sollte sich einen Newsserver einrichten, genaueres dazu bezogen auf den "Hamster" für Windows, findet man auf Volker Gringmuths Seiten zum Hamster. Diese Software hat noch andere Vorteile und Einstellungsmöglichkeiten, die für Mails und News interessant sein könnten. Im Gegensatz zu Mailinglisten füllt sich nicht der jeweilige Mail-Account. Stattdessen sorgt die jeweilige Software (KNode, Hamster...) dafür, dass nur die Artikel lokal vorhanden sind, die man haben möchte. Möchte man die Nachrichten lesen, so werden zunächst die Betreffzeilen angezeigt, erst wenn man entscheidet das einzelne Posting zu lesen, wird der gewünschte Artikel abgeholt (bzw. bei Newsservern wie dem Hamster angezeigt). Die jeweilige Software ist so einstellbar, dass die gelesenen Artikel anschließend gelöscht werden. Weitere Informationen zum Usenet, gibt es bei einklich.net, den Seiten von Volker Gringmuth, er hat einen umfassenden Bereich speziell zum Usenet.

    Foren

    Die einzelnen thematischen Gruppen des Usenet werden auch Foren genannt. Der Begriff meint sonst jedoch eher die Webforen. Ein Webforum ist meist ebenso thematisch geordnet, wie das Usenet, es gibt Foren zu den verschiedensten Themen. Ein Forum liegt auf einem Webserver und ist unter einer Webadresse erreichbar, z.B. das deutsche Wordpressforum. Die Einstiegsseite eines Forums zeigt einen Überblick der einzelnen Kategorien. In diesen werden die zugehörigen Themen meist nach Datum sortiert angezeigt. Wer eine Frage hat oder eine Information geben möchte, eröffnet ein Thema und die anderen Besucher antworten zu diesem Thema. Alle Einträge werden auf einer oder mehreren Seiten zu dem jeweiligen Thema in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Meist muss man sich zunächst registrieren, um schreiben zu dürfen, damit werden Spameinträge vermieden. Die Struktur und die möglichen, technischen Einstellungen von Foren sind so angelegt, dass die Besucher nicht selbst dafür sorgen müssen, dass die Beiträge zu einem Thema an der richtigen Stelle erscheinen. Die technischen Einstellungen sorgen dafür, dass die einzelnen Beiträge optisch gleich aufgebaut sind. Daher sind Foren auch für ungeübte Anwender schnell nutzbar, sie benötigen kaum Vorwissen, wie bei Mailinglisten oder im Usenet.

    Blogs

    Was Blogs sind, wissen die meisten Leser wahrscheinlich bereits, denn ihr lest ja grad ein Blog. ;-) Wer es nicht so genau weiß, findet Begriffserklärungen im Glossar Blogs. Ein Blog wird einerseits von einem oder mehreren Autoren geschrieben, andererseits haben Besucher die Möglichkeit dort zu kommentieren (jedenfalls meistens). Manche Blogs leben eher von den Beiträgen der Autoren und haben nur einige Kommentare. Andere Blogs leben vor allem durch die Kommentare, es gibt Blogs, in denen zu einem Kurzbeitrag mit wenigen Zeilen regelmäßig Gespräche mit über dreißig Kommentaren entstehen. Ähnlich wie in Foren braucht ihr für ein Blog keine besondere Software, lesen klappt mit jedem Browser. Um jedoch beispielsweise RSS-Feeds zu abonnieren bietet sich Software an. Sei es es eine Webapplikation, wie die diversen Web-Feedreader, sei eine Browsererweiterung, um gezielt Feeds zu lesen, oder ein Programm wie Akregator, mein Liebling um zu lesen. Der Akregator lässt sich so einstellen, dass alle Beiträge unterschiedlichster Blogs identisch aussehen, in meiner Lieblingsschrift und -größe, ich lese so am Liebsten. Im nächsten Teil geht es um den Umgangston und die Netiquette in den verschiedenen Informationsquellen Usenet, Mailinglisten, Foren und Blogs.

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