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Webstandards für Webentwickler

via Jens Meiert gabs den Hinweis an Webentwickler, sich auf die entscheidenden Aspekte professioneller Webentwicklung zu konzentrieren und zu diesen zu bekennen. Eigens dafür wurde von ihm, sowie unter anderem von den Webkrauts eine Webseite initiiert, mittels der Webentwickler an die wichtigsten Punkte erinnert werden. Gebeten wird auch um Weiterverbreitung dieser 10 Punkte:

"Ein Appell an Webentwickler

  • Konzentrieren Sie sich aufs Lernen.
  • Konzentrieren Sie sich auf Barrierefreiheit.
  • Konzentrieren Sie sich auf Performance.
  • Konzentrieren Sie sich auf Semantik.
  • Konzentrieren Sie sich auf Validierung.
  • Konzentrieren Sie sich auf Wartbarkeit.
  • Konzentrieren Sie sich auf Zusammenarbeit.
  • Konzentrieren Sie sich auf Dokumentation.
  • Konzentrieren Sie sich auf Qualität.
  • Konzentrieren Sie sich aufs Unterrichten."
Wichtig sind alle Punkte, für mich ist es so:
  1. Lernen
    • ganz wichtiger Punkt, nur mit ständiger Weiterbildung, sowohl im Netz, als auch z.B. bei Barcamps, kann ich im Web auf dem aktuellen Stand bleiben.
  2. Barrierefreiheit
    • wer nicht meint, dass es keine Rampen für Rollstuhlfahrer braucht oder mit Signalton auf grün wechselnde Ampeln, der/die kann nicht ernsthaft Barrierefreiheit für überflüssig halten
  3. Performance
    • ich bin, trotz 16 MB-DSL immer wieder genervt, welche Ladezeiten manche Webseitenkonstrukte haben. Bei selbst erstellten Seiten versuche ich daher immer den goldenen Mittelweg zwischen netten Zusatzfunktionen und Ladezeit zu finden.
  4. Semantik
    • wenn die Struktur nicht semantisch ist, kapiere ich zumindest kurze Zeit später nicht mehr, was da wie zusammenhängt, deshalb ist es mir wichtig, dass hier alles passt.
  5. Validierung
  6. Wartbarkeit
    • aus meiner Sicht sind diese prall mit Definitionen, überflüssigen CSS-Klassen und ähnlichem Zeug gefüllten Seiten nicht wartbar. Knapp gehaltenes HTML und CSS machen zunächst mehr Arbeit, weil ich mich immer mal wieder selbst fragen muss, ob ich diese oder jene Definition wirklich brauche; jedoch später lohnt es sich, denn je kürzer und übersichtlicher alles geschrieben wurde, desto einfacher ist es, sich später wieder reinzufinden.
  7. Zusammenarbeit
    • da gibt es für mich mehrere Aspekte. Im Unternehmen ist es wichtig klare Richtlinien fürs Schreiben von Code zu haben, ebenso wichtig sind Regeln fürs Erstellen von HTML und CSS. Nur wenn wir uns da an einheitliche Formen halten, ist es möglich, dass jeder Mitarbeiter sofort den Code einer/s anderen versteht.
    • Viele Webseiten wären deutlich besser, wenn die Webseitenersteller bei ihren Kompetenzen bleiben würden. Informatiker und Grafikdesigner in einer Person gibt es so gut wie nie. Leider glauben viele Informatikspezialisten sie könnten ein grafisches Topdesign entwerfen, noch viel mehr Grafikdesigner glauben allerdings es genügt mit dem Dreamweaver klicken zu können, um gute Webseiten zu erstellen.
    • Gäbe es mehr sinnvolle Zusammenarbeit in Webprojekten zwischen den verschiedenen Spezialisten, dann wären Webseiten insgesamt deutlich besser.
  8. Dokumentation
    • Ich hasse überflüssige Kommentare, es ist nicht nötig, wenn ein Element form noch den Kommentar Anfang des Formulars bekommt. Im CSS muss auch nicht stehen Definition des Abstands vor jedem margin oder padding.
    • Noch mehr hasse ich jedoch fehlende Kommentare. Wenn ich etwas Spezielles im CSS nach einer Methode löse, die nicht in jedem Layout vorkommt, dann gehört da ein Kommentar hin. Wenn ich im HTML einen Container öffne mit div id="Container", dann ist ein Kommentar wie "hier beginnt der Container" überflüssig und unsinnig. Wenn ich jedoch das div wieder schließe, sehe ich nicht mehr, welches ich schließe, da möchte ich einen Kommentar Ende div Container.
  9. Qualität
    • Qualität ist nichts, was man plötzlich am Ende der Entwicklung einfach noch hinzufügen kann. Qualitativ hochwertige Seiten entstehen, indem in jeder Entwicklungsphase, geplant, überlegt, geprüft und getestet wird. Nur dann können Seiten entstehen, die hochwertig sind, das schließt nicht aus, dass es nicht auch Verbesserungspotenzial gibt oder dass es nicht trotzdem mal noch einen Fehler geben kann. Viele Fehler können jedoch von vorne herein vermieden werden.
  10. Unterrichten
    • klar, bezogen auf Mitarbeiter und noch mehr auf Azubis oder Schüler ist das Unterrichten sowieso ein Thema. Ich erwarte ja, dass meine Mitarbeiter denselben Standard nutzen, wie ich. Deshalb sind regelmäßige und immer wiederkehrende Schulungen nötig. Hier greift schon der reine Selbstzweck.
    • Mir ist jedoch auch Unterrichten wichtig, was darüber hinaus geht. Wenn ich möchte, dass immer mehr Seiten sich an Webstandards halten, dann muss ich etwas tun. Deshalb schreibe ich über vieles, z.B. hier im Blog, darum beteilige ich mich in Mailinglisten, Foren usw. immer wieder und aus demselben Grund halte ich Sessions bei Barcamps zum Thema Webstandards. Bei all diesem Unterrichten kommen noch zwei weitere Punkte hinzu, erstens es macht Spaß und zweitens wer unterrichtet lernt immer auch selbst dazu.
Wenn sich da alle Webentwickler dran halten würden... Ups, ich träume schon wieder, aber geiler wär's schon. ;-) PS: Jetzt wollte ich eigentlich auf Westernhagens Song verlinken, aber das ist mal wieder so eine Mini-Flashseite, die keine Links auf Unterseiten ermöglicht, und die bei der Titelabstimmung nicht nur meine Mail, sondern auch mein Alter als Pflichtangabe verlangt, na denn wenn ihnen 999 als Altersangabe weiterhilft. ;-) PPS: Warum auch der Appell an Webentwickler im Deutschen siezt, wo er doch im Spanischen duzt, das werde ich wohl nie verstehen...

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