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Mailprogramm KMail und drumrum Kontact

Die Idee für diesen Beitrag entstand durch den Aufruf zur MUA-Parade (Mail User Agent, also Mail-Programm-Blog-Parade). Ich nutze seit Jahren KMail und inzwischen auch schon sehr lange KMail integriert in Kontact. (KMail und Kontact sind Teil von KDE, der wohl verbreitetsten grafischen Oberfläche von Linux). KMail verwaltet derzeit bei mir rund 20 E-Mailadressen mit unterschiedlich konfigurierten Konten, sowohl POP3 als auch IMAP. KMail kommt auch hervoragend mit einer großen Anzahl an E-Mails klar, bei mir gerade aktuell 17.881 Stück. Sehr intensiv nutze ich die Filtermöglichkeiten angefangen vom Bogo-Filter, der Spam aussortiert bis hin zu unterschiedlichen Filtern, die nach Absender, Empfänger oder Betreff die ein- und ausgehenden Nachrichten direkt in unterschiedliche Ordner sortieren. Als visuell orientiertem Menschen mag ich die Möglichkeit die Ordner mit verschiedenen Symbolen oder Farben zu kennzeichnen. (siehe auch Screenshot KMail am Ende des Beitrags). Ich komme mit Webmail-Möglichkeiten der Anbieter meiner E-Mail-Konten ausreichend zurecht, in den nicht so häufigen Fällen, in denen ich Mails nicht am lokalen Rechner bearbeite. Für diejenigen, die ihre Mails häufig an unterschiedlichen Orten abrufen, ist KMail nicht so gut geeignet, da es keine Weboberfläche ist. Wir (miradlo-intern mit mehreren Mitarbeitern) nutzen darüberhinaus Kontact intensiv um Termine und Aufgaben untereinander auszutauschen. Mails aus KMail können direkt per Drag & Drop in den Kalender von Kontact übernommen werden. Innerhalb von Kontact nutze ich außerdem KNode fürs Usenet und Akregator um RSS-Feeds zu lesen. Im täglichen Umgang sind Kontact und KMail sehr stabil. KMail verschluckt sich manchmal, wenn sehr viele Mails neu gefiltert werden sollen. Beispielsweise, weil ein Ordner zu unübersichtlich wurde und nun aufgeteilt werden soll. Sonst kenne ich aus früheren Tätigkeiten vor allem Outlook, welches weit weniger stabil war, mit größeren Mengen an E-Mails nicht gut klar kam und nur teilweise wie gewünscht konfigurierbar war; allerdings kenne ich keine aktuelle Version. Was mir außerdem an KMail gefällt sind die Möglichkeiten es zu konfigurieren: Ich verschicke beispielsweise keine HTML-Mails, ich lasse bei eingehenden HTML-Mails externe Referenzen nur auf Rückfrage zu. Bei verdächtig erscheinenden E-Mails ist die Anzeige des vollständigen Headers problemlos mit einem Klick möglich. Die angezeigten Spalten ob Absender, Datum, Größe der Nachricht usw. sind nach eigenen Wünschen konfigurierbar. KMail bietet außerdem nette Kleinigkeiten, wie eine Wortliste, die dafür sorgt, dass ich die Anhänge auf die ich hinweise auch tatsächlich gleich in dieser Nachricht mitschicke, indem es bei von mir genutzten Begriffen fragt, ob ich wirklich nichts anhängen will. Wie bei jeder Software würde ich mir manchmal noch etwas wünschen, was KMail gerade (noch) nicht hat, aber insgesamt bin ich völlig zufrieden damit. Screenshot KMail Da es KMail und Kontact nur für Linux gibt, installiere ich bei Windows-Nutzern den Thunderbird. Bei Mails unterscheiden sich die beiden kaum, die Integration in Kontact fehlt dann natürlich.

Noch keine Kommentare

  • ute
    ute  
    Morten hat mehrere Zwischenberichte veröffentlicht und am Ende noch die vollständige Liste aller Beiträge. Zu finden, bei ihm auf iKA's Blog siehe Kommentar Nr. 3 Auch Matthias Lehming hat eine Liste der Teilnehmer veröffentlicht. Die Vielfalt der genutzten Programme gefiel mir gut, die Begründung für die verschiedenen genutzten Werkzeuge zeigte auch die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer an ihren MUA. Tipp: Wer sich mal umschauen möchte, was so genutzt wird, hätte bei den verschiedenen Berichten eine gute erste Auswahl.

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