Barcamp für Frauen in München ::: Ende August

24. Juli 2008 ute

In München findet am 30. August das erste Barcamp für Frauen statt. Im Moment gibts noch etwa zwanzig freie Plätze, deshalb war ich mir auch nicht ganz sicher, welche Themen wohl passen könnten. Die Veranstalterinnen wünschen sich, dass jede Teilnehmerin gleich bei der Anmeldung ein Thema nennt, zu welchem sie etwas sagen möchte. Da ich mir grad noch gar nicht vorstellen kann, was die anderen interessiert habe ich mal drei Themen aufgeführt:

  • Thema 1: Für wen eignet sich Linux?
  • Thema 2: Standardkonforme, valide Webseiten und Blogs
  • Thema 3: Frauen bei Barcamps

Klar Linux, das mache ich aus dem hohlen Bauch, zumindest für alles was im Bereich Einführung ist. Ähnlich sehe ich das mit standardkonformen Webseiten und Blogs, da ist nicht viel Vorbereitung nötig, das sind meine Hauptthemen im Alltag.

Das Thema Frauen bei Barcamps würde mich in größerer Runde interessieren. Denn klar, die Frauen, die technisch orientiert sind, sind in manchen Bereichen schon noch immer eine klare Minderheit. Obwohl wie Nicole ausführt, im Grunde sind Frauen die geborenen Programmiererinnen.

  • Logo Barcamp für Frauen

Zu Barcamps können jedoch nicht nur diese Frauen kommen, sondern auch all diejenigen, die sich eher am Rande für Technik, jedoch in erster Linie für alles rundums Internet interessieren.  Wie die Organisatorinnen aus Statistiken erwähnen, so ähnlich war es auch am Barcamp Bodensee, aus meiner Sicht:

Die Frauen, Mädels, weiblichen Teilnehmer oder wie auch immer ich sie nenne, sie waren absolut in der Minderheit. Gefühlt waren es unter 10%, gezählt mögen es vielleicht 15% gewesen sein. Beim Barcamp in München passt zumindest die Frauenquote, denn es werden 100% sein.

Es gibt viele Bereiche, bei denen ich es für gut und sinnvoll halte, wenn es frauenspezifische Angebote gibt.

Von miradlo bin ich bei diesem Barcamp aus offenkundigen Gründen die einzige, die teilnimmt, wir haben keine andere Frau bisher. Die bisherigen Bewerbungen kamen auch nur selten von Frauen, bisher hatte ich keine Gelegenheit am Frauenanteil bei uns etwas zu ändern. Aus Studienzeiten kenne ich diesen geringen Anteil Frauen, ich habe mehr als einmal gehört: “Guten Morgen meine Herren, guten Morgen Frau Hauth”

Ganz anders war es, als ich vor ewigen Zeiten mal bei der Informatica Feminale Baden-Württemberg teilnahm. Es war schon klasse, mal Frauen aus der Informatik zu treffen und nicht wie sonst häufig über 90% Männer. Das war die einzige Veranstaltung im Bereich Informatik, bei der ich nicht sofort bekannt war, wie ein bunter Hund, nur weil ich eine Frau bin. An der FH kannten mich die meisten Profs und fast alle Studis  mit Namen, was ich umgekehrt bei weitem nicht behaupten konnte. In der Informatik sind es schon immernoch sehr wenige Frauen, auch bei Barcamps sind es wohl noch nicht viele und soweit ich es vom Barcamp Bodensee beurteilen kann, waren die, die dort waren nicht aus der Informatik.

Bisher sehe ich allerdings noch nicht, warum das so ist. Noch sehe ich keinen klaren Vorteil eines Barcamps für Frauen. Mir gefiel beim Barcamp Bodensee die bunte Mischung der Teilnehmer sehr gut, ob die noch so bunt ist, wenn es ein Barcamp nur für Frauen ist?! Ich bin gespannt, was dabei rauskommt und wie es abläuft. Wer weiß, vielleicht bin ich im Nachhinein überzeugt, dass es regelmäßige Barcamps für Frauen braucht, denn ja, es gibt es tolle Veranstaltungen für Frauen, bei denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Frauen bei Barcamps

Für mich passt das Verhältnis der teilnehmenden Frauen bei Barcamps bisher jedenfalls noch nicht. Ich denke es gibt im Netz schon deutlich mehr als 10% aktive Frauen. Aber wo sind die alle, wenn es noch immer so wenige Frauen gibt, die an Barcamps teilnehmen, so dass die Quoten noch weit jenseits des logischen Anteils von 50% liegen.

Aus meiner Sicht liegt es nicht an der Atmosphäre oder am Umgang miteinander bei Barcamps, denn ich hatte in keinem Moment den Eindruck, dass jemand diskriminierend gewesen wäre.

Wenn es die Frauen jedoch gibt, wenn die Barcamps eine angenehme Atmosphäre schaffen, tja, warum dann ist die Quote der Teilnehmerinnen sonst so gering?

Ich glaube nicht, dass Frauen grundsätzlich nicht ebenso interessiert sind, an solchen Veranstaltungen oder keine Lust haben:

  • sich zu treffen
  • etwas zu lernen
  • Kontakte zu knüpfen
  • andere mit ähnlichen Interessen kennenzulernen

Deshalb wüsste ich gern, von anderen Frauen, warum sie keine Barcamps besuchen. In München haben sich bereits einige angemeldet, die erstmals ein Barcamp besuchen wollen. Ich wünsch mir, dass die ein oder andere nach diesem Barcamp für Frauen auch Lust hat, weitere Barcamps auszuprobieren.

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Anhalten und sich umschauen ::: Kommen noch alle mit? ::: Anfänger und Profis

22. Juli 2008 roland

In den letzten Jahren bin ich von einem Projekt zum nächsten gesprungen und arbeitete mit Architekten, Projektmanagern, Systemspezialisten und Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen zusammen.

Ich eignete mir BPM, Design Patterns, UML, J2EE, PHP, EAI, SOA, Webservices, Web2.0 und vieles mehr an. Vor lauter dazulernen habe ich völlig vergessen, dass es auch Anfänger gibt, denen das Programmieren nicht in die Wiege gelegt wurde. Unser Azubi bei miradlo hat mir da die Augen geöffnet. Unsere Welt dreht sich extrem schnell und wir dürfen nicht stehen bleiben. Dummerweise müssen die “Neuen” auch irgendwie hinterher kommen.

Da stellt sich nun die Frage, was sie alles lernen müssen und was wirklich nicht mehr benötigt wird.

Dinge die garantiert noch benötigt werden

Ich glaube beim Einstieg in die Programmierung sind die folgenden Themengebiete immer noch unumgänglich:

Boolesche Algebra

Das ist DIE Grundlage. Zum Einstieg sollten wirklich die grundlegenden Elemente erlernt werden. Im Internet findet sich genügend Dokumentation darüber; (siehe wikipedia oder IT-Wissen). In den Schulen sollte das auch unterrichtet werden. Leider sollte das nur unterrichtet werden. Bei manchen Schulen wird im ersten Lehrjahr alles mögliche unterrichtet, die benötigten mathematischen Grundlagen sind jedoch eher nicht gern gesehen…

Datentypen

Hier geht es weiter. Wenn man sich in die Programmierung einlernen will, sollte man sich mit den Standarddatentypen auskennen. (Siehe wikipedia) Es ist wichtig zu wissen, was folgende Datentypen bedeuten:

  • bool
  • int
  • long
  • double
  • float
  • String

Egal in welcher Programmiersprache. Irgendwie findet man diese elementaren Datentypen immer wieder.

Syntax der Programmierung

Wie in at-mix.de schön beschrieben, handelt es sich bei der Syntax um die Festlegung welche Zeichen miteinander kombiniert werden dürfen. Im letzten Jahr habe ich mehrmals Anfänger erlebt, die ihre Programme nach Form, anstatt nach Syntax erstellten. Wenn man das zuvor noch nicht gesehen hat, ist es schwer zu erklären. Vielleicht gelingt mir das mit einem Beispiel:

Die Aufgabe war eine Überprüfung von Eingabewerten durchzuführen:

// Some other codeif(a > 10){

// do something which looks like a very long string

}else{

// do something else which didn't fit in this line. So you have to look what to do...

}

Der zu lange Text sah nicht gut aus und so wurde er umgebrochen:

// Some other codeif(a > 10){

// do something which looks like a very long string

}else{

// do something else which didn't fit in this line.

So you have to look what to do...

}

Wenn ihr euch ein bisschen mit programmieren auskennt, wisst ihr warum das keine gute Idee ist ;)

Der Code sieht zwar schöner aus, kann aber nicht mehr ausgeführt werden. Ein weiteres Beispiel, bei dem die Syntax nicht verstanden wurde, zeigt diese Zeile hier:

if(count($argv > 2)){}

Anstatt:

if(count($argv)  > 2){}

Na erkennt jeder den Unterschied?

Fazit

Im ersten Moment ist es irritierend, wenn man selbst diese Fehler lange nicht mehr macht. Doch es hat mir gezeigt, dass man vor lauter bunten Oberflächen, schnelleren Modellen und einem blinden Glauben an die Technik immernoch auf die Menschen achten muss, die diese Maschinen bedienen. Egal wie perfekt unsere Computer und Methoden werden, schlussendlich müssen wir sie bedienen und verstehen können, um wirklich nutzbringende Systeme erstellen zu können.

Schaut euch mal ein bisschen um und überprüft ob alle in eurem Umfeld noch mitkommen…

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Tipp für die Fehlermeldung configure::: error: cannot run C compiled programs bei Gentoo

20. Juli 2008 roland

Ich konnte in letzter Zeit keinen emerge mehr durchführen und erhielt immer die oben genannte Fehlermeldung (error: cannot run C compiled programs)

Alles googeln dieser Welt hat nichts geholfen. Meine gcc-config hat gestimmt, alle Links waren da, die Pakete installiert und was sonst noch alles.

Jetzt habe ich zumindest bei mir diesen Fehler gefunden!

In der /etc/make.conf habe ich einen Tippfehler eingebaut:

Anstatt CFLAGS=”-march=prescott -O3 -pipe -fomit-frame-pointer”

stand da CFLAGS=”-march=prescott -o3 -pipe -fomit-frame-pointer”

Also ein kleiner Buchstabe.

Falls ihr mal gar nicht weiter kommt, überprüft bitte eure make.conf.

Vielleicht habt ihr in letzter Zeit ja eine kleine Änderung vorgenommen und euch (so wie ich) vertippt…

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Browserzoom ::: fixe und flexible Layouts ::: neue Trends im Webdesign?

17. Juli 2008 ute

Insbesondere seit Firefox 3 veröffentlicht wurde, gibt es wieder Diskussionen ob nicht jetzt endlich ;-) fixe Layouts das Maß aller Dinge sind. Der Firefox arbeitet in der Standardeinstellung nun auch mit Seiten- statt mit Textzoom. Selbst IE7 hat sowas ähnliches wie einen Seitenzoom, leider ist der so kaputt, dass er bei weitem nicht bei allen Layouts benutzbar ist. Unterschieden werden grundsätzlich:

  • fixe Layouts: Breitenangaben werden fest in px (Pixeln) angegeben, diese lassen sich zumindest im noch immer gebräuchlichen IE6 nicht verändern
  • flexible Layouts sind entweder:
    • elastische Layouts: alle Angabe zur Breite gibts in em (ein Maß welches sich auf die Schriftgröße bezieht)
    • fluide Layouts: die Breite der Seite und von etwaigen Spalten definiert man in % (Prozentangaben gewährleisten ein unterschiedliches Verhältnis bei verschiedenen Auflösungen)

Erübrigen sich nun flexible Layouts? Für Browser mit Seitenzoom wird sich bei entsprechendem Zoom, bezogen auf die Gesamtverhältnisse des Layouts, kein Unterschied zwischen fixen und fluiden Layouts mehr erkennen lassen. Ist jetzt also alles gut, das Photoshopbild des Grafikdesigners wird einfach umgesetzt und mehr ist nicht mehr zu tun?

Es gibt verschiedene Meinungen zum Thema fixe und flexible Layouts, einen guten Überblick über die Diskussion bietet Ansgar Hein in seinem Artikel bei den Webkrauts, er verlinkt einige andere Artikel und auch in den Kommentaren wurde noch fleißig diskutiert. Immer wieder gibt es die Meinung, dass flexible Layouts grundsätzlich aufwändiger seien als fixe Layouts. Daher könnten Profis, die diesen Aufwand vom Kunden zahlen lassen, nur selten flexible Layouts umsetzen.

Mehraufwand für flexible Layouts?

Ich meine, es hängt vom Layout und dem Kundenwunsch ab, ob es überhaupt Mehraufwand ist. Je nachdem wie genau die Vorstellungen von Kunden bereits vor den ersten Layoutvorschlägen sind, ist es durchaus möglich auch flexible Layouts ohne zusätzlichen Aufwand anzubieten. Häufig lassen sich durchaus Layoutvorschläge bereits so erstellen, dass sie flexibel sind. Wie sich ein flexibles Layout mit unterschiedlichen Einstellungen auswirkt, habe ich mit Screenshots vor kurzem in einem Artikel beschrieben.

Klar, es Layouts, die sich gar nicht flexibel umsetzen lassen und es gibt einige Layouts, die sich nur mit großem Mehraufwand flexibel umsetzen lassen. In manchen Fällen bestehen Kunden auf fixen Layouts, insbesondere dann, wenn sie bereits mit einem grafischen Entwurf kommen. Kunden, die ihr Layout weitgehend selbst entwerfen, entwerfen auf Papier. Meist kommen sie nicht aus dem Web und wissen nicht einmal, dass es auch flexible Layouts gibt. Wer mit einem Entwurf kommt, der sich nicht sinnvoll flexibel umsetzen lässt, der bekommt dann auch ein fixes Layout.

  • Firefox mit vielen Tabs auf 1920*1200 Firefox auf 1920 bietet Platz für rund 20 offene und sichtbare Tabs

Vor- und Nachteile von fixen und flexiblen Layouts

Bei Kunden, die noch keine Designidee haben, erlebe ich es jedoch selten, dass sie ein flexibles Layout im Vorgespräch ablehnen, wenn ich ihnen zeige, welche Vorteile das bietet. Klar, wenn ich ein flexibles Layout umsetze dann nutze ich  max-width, um die Textbreite zu beschränken. Im Artikel zu verschiedenen Vorlieben bezüglich Browser und der gesamten Arbeitsumgebung, sowie zum Firefox 3 und seinen Einstellungen, habe ich auch beschrieben, warum ich auch bei einer Auflösung von 1920*1200 das Browserfenster in voller Größe nutze.

Für mich sollte ein Layout in so vielen Fällen wie möglich für den Besucher angenehm funktionieren. Meines Erachtens ist genau das, der Vorteil des Webs, dass jeder selbst entscheiden kann, womit er/sie unterwegs ist. Inklusive der gewählten,  voreingestellten Schriftgröße, die ich in meinem Standardbrowser (z.Z. Firefox 3) auf einen Mindestwert einstelle.

Ich mag Seiten, die sowohl in 800*600 keine Scrollleisten haben, als auch in 1920*1200 noch nach einer Seite aussehen. Aus meiner Sicht sieht ein Layout, das auf siebenhundertirgendwas angelegt ist, bei einer Auflösung ab 1280 schon nicht mehr wie eine Seite aus. Bei noch höheren Auflösungen erinnern mich manche Layouts an ein bisschen Fliegendreck an irgendeiner Stelle. Manche Webdesigner geben dem Hintergrund noch eine optische Struktur, dann fällt es nicht mehr ganz so auf, dass im Grunde nur ein sechstel meines Monitors genutzt wird (berechnet anhand der Gesamtzahl Pixel bei 1920*1200 bezogen auf so Minilayouts mit 780*500). Deshalb stören mich feste Pixellayouts, weil sie aus meiner Sicht nur in einem sehr kleinen Bereich von Auflösungen richtig gut aussehen.

  • valides XHTML nach W3CW3C-Logo gezoomt
  • pixeliges Logo nach zoomenW3c-Logo im Original

Hinzu kommt, dass die Zoomfunktion nur die halbe Wahrheit ist. Denn falls ich ein Layout so anlegen möchte, dass es zunächst auf 1024 festgezurrt wird, später aber auch mittels Zoom auf 1920 gut aussehen soll, so müssten alle Bilder in einer passenden Qualität vorliegen, mit der sie gezoomt noch wie Bilder aussehen. Beispielsweise, das normalerweise sehr schick aussehende W3C-Logo, sieht gezoomt hässlich pixelig aus. Manche Bilder kommen noch ganz gut raus, wenn sie gezoomt werden, jedoch viele Fotos sehen einfach grässlich aus. Dagegen sieht man deutlich, dass auch mehrere Zoomstufen im Firefox dem Text nicht schaden, denn der wird in passender Größe neu erzeugt.

Würde ich auch mit ein, zwei Zoomstufen noch qualitativ gute Bilder wollen, dann geht das natürlich, denn ich kann ja Bilder dementsprechend groß anlegen. Allerdings lassen sie sich dann nicht mehr so stark komprimieren, damit verlängert sich die Ladezeit. Daraus folgt, ich muss mich entscheiden welche Nutzer mir wichtiger sind:

  • tolle Bilder auf 1920 für die DSL-Nutzer sind kein Problem
  • eine Ladezeit bis “Weihnachten” für alle Nutzer ohne DSL,  auch wenn sie noch so kleine Auflösungen nutzen, bei denen sie Bilder dieser Größe gar nicht brauchen

Unterm Strich

Dank Zoom sind Pixellayouts variabler als bisher, wenn ich sie jedoch nutze, habe ich das nächste Problem, weil ich wieder optimieren müsste. Für mich ist der Ansatz des Optimierens auf - welche Auflösung auch immer -nach wie vor falsch, denn genau das nimmt den größten Vorteil, den Webseiten bieten - die Skalierbarkeit - wieder weg.

Dieses Blog lässt sich bei meiner Auflösung 5-mal vergrößern, ohne dass ein Scrollbalken erscheint. Bei Standardeinstellungen erscheint jedoch auch bei 800*600 ebenfalls kein Scrollbalken. Mir gefällt diese Vielfalt an möglichen Voraussetzungen und Einstellungen. Mir persönlich ist es bei Blogs, die einen vollständigen Feed bieten, nicht so wichtig, welche Varianten das Blog bietet, da ich dann ja die Möglichkeit habe, textbasiert mit meiner Lieblingsschrift, in der von mir bevorzugten Schriftgröße zu lesen.

Trotzdem meine ich, es ist unsinnig, wenn Webseiten auf bestimmte Voraussetzungen optimiert werden, denn es gibt einfach nicht _die_ passende Auflösung, Schriftgröße, Zoomstufe oder was auch immer. Diese Optimierungsideen führen dazu, dass es spätestens für mobile Endgeräte wieder eine andere Lösung geben muss.

Mehr Links zum Thema gibts auch im Artikel Plädoyer für flexible Seitenlayouts von Dieter Welzel, unter anderem zum Artikel von Peter Müller das Web ist nicht aus Papier. Ich find’s schade, dass die Zoomfunktionen der Browser für manche Webautoren ein Argument sind, jetzt erst recht auf fixe Layouts zu setzen.

Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass es unsinnig ist dem Kontrollzwang für jedes einzelne Pixel zu folgen, statt Websites zu erstellen, die vor allem so gemacht sind, dass die Besucher entscheiden können, wie sie die Seiten nutzen wollen. Für mich ist das der logischere Weg, passend zu allem was natürlich ist, z.B. hier bei uns in Konstanz der Bodensee, der je nach Jahreszeit und Wasserstand mal mehr und mal weniger Platz beansprucht ;-)

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Wer will noch, wer hat noch nicht? ::: Letzter Tag für die Abstimmung der Superblogs…

17. Juli 2008 ute

…wie schon berichtet, nehmen wir an der Wahl teil. Noch liegen wir ziemlich am Ende der teilnehmenden Blogs, jedoch kann das heute noch geändert werden.

Die Abstimmung geht ganz schnell:

Nur noch heute kann abgestimmt werden, wir freuen uns über jede Stimme:

Firmenblogs

Klick auf miradlo bloggt an sechster Stelle von unten…

Danke für alle Stimmen

Übrigens:

Nachdem es wohl anfangs bei einigen Blogs Leute gab, die mehrfach für ein Blog abgestimmt haben, weil zunächst nur per Cookie überwacht wurde, wer bereits abgestimmt hat; ist es seit ich es mitbekommen habe so, dass die IP-Adresse mitgeloggt wird. Bei uns konnte daher niemand mehr für uns abstimmen, da ich bereits für unser Blog gestimmt hatte. Sollte bei euch ebenfalls die Meldung erscheinen, dass eure Stimme bereits abgegeben worden sei, dann kann das daran liegen, dass bereits jemand mit derselben Adresse abgestimmt hat.

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Episode 14: Warum ein Detailkonzept erstellen?

15. Juli 2008 roland

In den letzten Episoden habe ich ein bisschen die Möglichkeiten der Anforderungsanalyse beschrieben.

Was machen wir mit den Anforderungen, wenn sie in schriftlicher Form vorliegen? Wir müssen die Informationen bündeln und in eine Form bringen, die wir für die Umsetzung verwenden können.

Warum müssen wir so vorgehen?

Egal ob wir mit Extreme Programming oder mit dem Wasserfallmodell arbeiten, wir können die Anforderungen nicht einfach nur heruntertippen. Das heißt, können kann man schon. Aber dann kommt eine Software dabei heraus, die garantiert nicht erweiterbar und wartbar ist.
Ich mußte einmal ein PHP-Projekt übernehmen, das direkt von den Anforderungen in Code geschrieben wurde. Das war eine tolle Erfahrung!

In einer .php-Datei war Javascript, CSS, HTML, SQL und PHP-Code vereint. Für einen Prototypen, um schnell mal dem Kunden zu zeigen, wo die Reise hingehen soll, mag das so passen. Wenn wir später nur eine Änderung an der Datei vornehmen wollen geht es schief. Die Aufwände für die Weiterentwicklung steigen ins Unermessliche und am Ende muss alles neu geschrieben werden.

Was muss gemacht werden?

Um wirklich stabile Software erstellen zu können, muss die Software einer Systemarchitektur genügen. Die Architektur muss so ausgewählt werden, dass sie die Anforderungen abdecken kann. So muss eine Applikation, die für die Verarbeitung von Formulardaten erstellt wird, viele parallele Eingaben verarbeiten können. In einer Software für die Fahrtsteuerung eines  Autos muss vor allem die Realzeitanforderung abgedeckt werden. Es wäre ziemlich unangenehm, wenn das Auto erst die Wand durchschlägt und dann der Computer nachträglich das Lenkmanöver einleitet ;)

Die Kundenanforderungen beschreiben das System von der Kundenseite aus. Das Detailkonzept beschreibt, wie das zu erstellende System die Kundenanforderungen abdecken wird. Eine 1:1 Abbildung wird es nicht geben. Der Zwischenschritt über das Detailkonzept ist notwendig. Über den Umfang des Detailkonzepts kann man streiten. Soll wirklich alles zuerst beschrieben und dann umgesetzt werden? Manchmal ist das nicht zielführend. Jedoch muss so viel beschrieben sein, dass eine abschließend definierte Softwarearchitektur vorhanden ist.

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Vorlieben bei der Browsernutzung ::: Fenstergröße : Zoom : Schriftgröße : Auflösung

13. Juli 2008 ute

Ich nutze verschiedene Browser, je nachdem wofür. Das liegt auch daran, dass ich sowieso, um Webseiten zu testen, einige installiert habe, so fällt ein Wechsel, je nach Situation leicht. Für die Fälle, in denen ich Strukturen genauer erkennen möchte, bevorzuge ich den Opera mit seiner Einstellung: View -> Style -> Debug with outline

Optisch am Schönsten und der einzige, der bei mir in Standardeinstellung mit SVG klar kommt ist der Konqueror, spätestens auf Seiten mit Formularen mit mehreren Buttons sehen diese sehr viel besser aus, als mit anderen Browsern.

Für manches was Firefox nicht so gut kann, z.B. mehrere Nutzerprofile mit gespeicherten Passwörtern für eine Webseite verwalten, nehme ich den Seamonkey. Der ist nicht sehr hübsch, aber in solchen Fällen praktisch.

Tatsächlich nur noch zum Testen nehme ich die ies4linux. Leider funktioniert der IE7 seit einiger Zeit nicht mehr. Da ich den jedoch nur selten brauche, bietet sich dann sowieso ein weiterer Rechner an, der entweder auch ein Windows oder zumindest eine VMWare mit Windows hat. Inzwischen ebenfalls nur noch zum Testen nutze ich den Firefox in Version 2.0.0.14.

Firefox 3 als Standardbrowser

  • Firefox mit vielen Tabs auf 1920*1200 Firefox auf 1920 bietet Platz für sichtbar rund 20 offene Tabs

Überwiegend arbeite ich mit Firefox 3, der im Gegensatz zu einigen 2-er Versionen, auch wieder stabil mit vielen Tabs (fast immer deutlich mehr als zwanzig, manchmal auch bis zu sechzig) zurecht kommt. Manches was verändert wurde, gefällt mir gut, z.B:

  • die bereits erwähnte Stabilität
  • Firefox 3 kann hier wieder im Hintergrund geöffnet werden, beim Feeds lesen, nutze ich das gern, um alles im Hintergrund schon mal zu öffnen, was ich noch anschauen möchte, ohne jedoch das Lesen der Feeds wegen jedes Links zu unterbrechen

ein paar Punkte mag ich dagegen eher nicht:

  • Beispielsweise ließ sich bisher beim Lesezeichen speichern das Fenster mit den diversen Lesezeichen in der Größe verändern, das geht zumindest in der Standardeinstellung erst einmal nicht.
  • Auch beim Theme musste ich ein bisschen suchen, bis ich eins fand, was mir optisch gefällt, zu meinem KDE-Theme, Keramik, passt und außerdem praktisch ist. Das ein oder andere Theme sieht zwar klasse aus, ist aber schwer lesbar, das mag ich nicht.
  • Meiner Arbeitsweise mit sehr vielen Tabs, kam die vorherige Version Tabs solange nebeneinander anzuzeigen, bis die Faviconbreite erreicht ist, mehr entgegen, als die aktuelle Einstellung, die von einer größeren Mindestbreite pro Tab ausgeht.
  • Sicherlich ließe sich noch manches anpassen, aber das kostet alles in allem doch immer ein, zwei Stunden Zeit und so wichtig ist es mir grad nicht.
  • Standard ist inzwischen auch der Seiten- statt des Textzooms, das lässt sich ändern über:
    • about:config
    • In die Adressleiste about:config eingeben, anschließend die Eigenschaft browser.zoom.full auf false setzen.

Das hilft mir jedoch nicht, denn dann bräuchte ich ein weiteres Profil, um den Standardzoom zu testen, das will ich nicht, da mehrere Profile immer auch Pflegeaufwand bedeuten.

Aktualisierung zum Textzoom vom 23.7.

Über einen Kommentar bei Robert  zu STRG ++ kam der Hinweis auf eine gaaaaanz einfache Möglichkeit (Artikel gibts auch dazu): Im Menü Ansicht kann schlicht bei Text-Zoom ein Häkchen gemacht werden… Tja, wenn ich da mal reingeschaut hätte… ;-)

Im Zusammenhang mit den Vor- und Nachteilen von fixen und flexiblen Layouts, kam vor kurzem in einer Liste die Frage auf, warum jemand wohl seinen Browser tatsächlich auf 1920*1200 noch in voller Größe verwendet. Bei mir liegt das an meinen persönlichen Gewohnheiten. Ich bevorzuge Browserfenster, die den gesamten Bildschirm ausnutzen aus mehreren Gründen:

  • um einen möglichst großen Teil meiner Tabs im Überblick zu behalten, sind 1920 Breite prima; wie im Bild zu sehen, klappt das dann mit etwa zwanzig davon, die nebenstehende Liste zeigt, dass es meist trotzdem noch mehr offene Tabs gibt
  • meist mag ich auch Platz und Freiraum in einem Layout, nur falls die Breite des Texts bei einem Layout nicht beschränkt wird, z.B. bei Wikipedia, kommt es vor, dass ich zum Lesen längerer Texte, das Fenster auch mal verkleinere
  • die Lesezeichen unterhalb der Adressleite, die ich sehr häufig brauche haben, sind so fast alle sichtbar
  • meine Standardschriftgröße im Firefox ist etwas größer eingestellt, damit kann ich auch die, zur Zeit modernen, kleinen Schriften noch lesen. Die schon unter Windows kleinen Schriften, sind auf Linux noch kleiner und je nach installierten Schriftarten, werden sonst sehr viele Websites unlesbar. Ab und zu mal STRG und + nutzen stört mich nicht, aber ich möchte das nicht bei jedem Seitenaufruf tun müssen.
  • da ich vier virtuelle Arbeitsflächen nutze
    • belegen Browser und Kontact nur eine Arbeitsfläche
    • eine weitere ist für die Konsole mit mehreren Fenstern und für meist zwei Konqueror im Dateimanagermodus
    • die dritte Arbeitsfläche nutze ich für die Bildbearbeitung, dort gibts auch kein Hintergrundbild auf dem Desktop
    • die vierte Arbeitsfläche wird von Quanta, Eclipse und OpenOffice.org belegt, je nachdem was ich gerade brauche

Mehr zu den Programmen, die ich ständig nutze gibts im Artikel Webentwicklung mit Linux und seinen Programmen. Für mich sind das meine optimalen Arbeitsbedingungen, wann immer mal einer meiner Jungs mal kurz an meinen Rechner geht, fällt mir auf, dass das nur für mich gilt. Bisher kenne ich noch niemand, der genau meine Einstellungen bevorzugt.  Die großen Unterschiede bei den Lieblingseinstellungen sind für mich auch der Grund, eher flexible Layouts zu bevorzugen, die jedem Einzelnen viel Spielraum lassen, doch dazu demnächst mehr…

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